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Bunt gegen Diskriminierung: Erster Christopher Street Day in Bad Hersfeld

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Bunte Farben und kostenlose Umarmungen: Mit Plakaten und Regenbogenfahnen zogen die Teilnehmer beim Christopher Street Day durch Bad Hersfeld.
Bunte Farben und kostenlose Umarmungen: Mit Plakaten und Regenbogenfahnen zogen die Teilnehmer beim Christopher Street Day durch Bad Hersfeld. © Philipp Ling

Erstmals fand am Samstag (24. September) ein Christopher Street Day (CSD) in Bad Hersfeld statt.

Bad Hersfeld – Mit dem Christopher Street Day (CSD) demonstrieren überall in Deutschland Menschen für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender-Personen und Intersexuellen. Am Samstag fand erstmals auch in Bad Hersfeld ein solcher CSD statt.

Rund 100 Teilnehmende, überwiegend junge Menschen, zogen mit Regenbogen- und anderen LGBTQ+-Flaggen durch die Stadt und warben um Toleranz für verschiedene sexuelle Orientierungen, Gender-Identitäten und sexuelle Vorlieben.

Eine Gegendemonstration oder andere Störungen blieben aus

Der Start verlief zunächst etwas holprig, denn der ursprüngliche Anmelder der Kundgebung, Daniel Seelos, war verhindert. Kurzfristig sprangen daher Antonia Marquardt und Fabian Wilke von der Linksjugend als Veranstalter ein. Eine Gegendemonstration oder andere Störungen blieben aber aus, sodass der Demonstrationszug wie geplant stattfinden konnte.

Christopher-Street-Day in Bad Hersfeld: Der Demonstrationszug endete am Rathausplatz mit einer Kundgebung.
Christopher-Street-Day in Bad Hersfeld: Der Demonstrationszug endete am Rathausplatz mit einer Kundgebung. © Philipp Ling

Das ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit: Die abschließende Kundgebung auf dem Rathausplatz begann mit einer Schweigeminute für Malte C. Der 25-Jährige war auf dem diesjährigen CSD in Münster zusammengeschlagen worden und starb wenige Tage später im Krankenhaus. Auch bei vielen anderen CSDs kam es zu Vorfällen und Übergriffen durch homo- und transfeindliche Menschen.

Gerade CSDs im ländlichen Raum wie Bad Hersfeld wichtig

„Es ist noch ein weiter Weg“, erklärte Jonas Schmidt aus Bremen in seiner Ansprache. Am CSD zeigen queere Menschen, dass sie sich von Diskriminierung nicht einschüchtern lassen. Er betonte, wie wichtig dabei gerade kleinere CSDs im ländlichen Raum wie in Bad Hersfeld seien, um den Betroffenen zu zeigen, dass sie nicht allein sind.

Gerade in der nun kommenden dunklen Jahreszeit sind viele queere Menschen von Depression betroffen. Er rief deshalb die Anwesenden auf, im Anschluss an die Kundgebung miteinander ins Gespräch zu kommen, sich zu vernetzen und füreinander da zu sein: „Gebt aufeinander acht, habt euch lieb.“ (Philipp Ling)

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