40-Jähriger bediente sich aus Dienst-Lkw

Geldstrafe für dreisten Diesel-Dieb

Bad Hersfeld. Wegen Diebstahls in 15 Fällen und zweifachen Betrugs verurteilte der Strafrichter am Bad Hersfelder Amtsgericht einen 40 Jahre alten Kraftfahrer aus dem Raum Weißenfels zu einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen je 15 Euro.

Der Angeklagte hatte in der ersten Jahreshälfte 2014 auf dem Gelände eines Logistikunternehmens in Niederaula immer wieder seinen privaten Pkw mit Diesel-Kraftstoff aus seinem Dienst-Laster betankt. Auch Reserverkanister wurden bei dieser Gelegenheit befüllt. Außerdem war der Mann aus Sachsen-Anhalt in Niederaula mit seinem Passat zweimal an der Tankstelle und „bezahlte“ mit der Kundenkarte seines Arbeigebers.

Das sei unter seinen Kollegen gängige Praxis gewesen, verteidigte er sich vor Gericht. Keineswegs, widersprach der Fuhrparkleiter in seiner Aussage, lediglich einmal habe er dies gestattet.

Der Kraftfahrer, der von seinem schmalen Lohn einen Kredit bedienen und Unterhalt für ein Kind bezahlen muss, hatte sich mit dem Diesel-Diebstahl finanziell etwas Luft verschafft. Weil er glaubhaft versichern konnte, den Kraftstoff nur für sich selbst verbraucht zu haben, entfiel der ursprüngliche Vorwurf der „Gewerbsmäßigkeit“.

Das Urteil von Richter Elmar Schnelle entsprach dem Antrag von Staatsanwalt Stephan Müller-Odenwald und wurde sofort rechtskräftig. (ks)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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