Kundgebungen am 1. Mai in Bad Hersfeld und im Kalirevier

Gewerkschaften besorgt über Lohnentwicklung

Hersfeld-Rotenburg. Unter dem Motto „Wir sind viele – Wir sind eins“ stehen die Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zum heutigen Internationalen Tag der Arbeit.

Ein Schwerpunktthema der Veranstaltungen in Nord- und Osthessen ist auch in diesem Jahr die Einkommenssituation und daraus folgend die Rente, erklärt DGB-Organsiationssektretär Rolf Müller. „Gewerkschaften müssen mächtig sein und Lohnabschlüsse erstreiten“, sagt Müller. Deshalb gelte es, an solchen Tagen auch Flagge zu zeigen.

Mit einiger Sorge beobachtet der Gewerkschafter, dass der Landkreis Hersfeld-Rotenburg in der Lohnentwicklung hinterherhinkt. Das habe nicht nur Folgen auf die aktuelle Einkommenssituation der Beschäftigten, sondern auch auf deren Renten. Vielen von denen, die heute gerade noch so mit ihrem Geld auskämen, drohe später Altersarmut, macht er deutlich.

Handlungsfähige Kommunen

Doch auch Kommunen seien nur handlungsfähig, wenn sie entsprechende Steuereinnahmen erhielten. Eine gute Infrastruktur wiederum sei eine Voraussetzung, um Menschen in der Region zu halten, beziehungsweise neu anzuziehen.

Weitere Themen der Gewerkschaften für den 1. Mai 2017 sind die Stärkung der Tarifbindung und der Mitbestimmung – auch hier gebe es Nachholbedarf im Kreis, sagt Müller – sowie der arbeitsfreie Sonntag.

Die zentrale Kundgebung für den Kreis Hersfeld-Rotenburg findet in Bad Hersfeld statt – der Demonstrationszug startet um 9.30 Uhr an der Schilde-Halle und führt zum Rathaus. Weitere Kundgebungen, vor allem der IGBCE, gibt es in Heringen, Philippsthal und Schenklengsfeld. Mit dem seit mehr als 125 Jahren gepflegten Ritual zeigen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf der ganzen Welt, dass sie bereit sind, sich für gute Arbeitsbedingungen und Löhne, von denen sie leben können, einzusetzen.

Rubriklistenbild: © Koch

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