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Große Gefühle bei der Operngala in der Hersfelder Stiftsruine

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Von: Christine Zacharias

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Stellten das Programm für die Bad Hersfelder Operngala am 2. September vor: von links Dr. Ardawan Rastan (Vorsitzender Arbeitskreis für Musik und Musische Bildungsstätte), Chorleiter Christof Becker, Eva Be Yauno-Janssen (AfM) und Wolfgang Kurth (Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg).
Stellten das Programm für die Bad Hersfelder Operngala am 2. September vor: von links Dr. Ardawan Rastan (Vorsitzender Arbeitskreis für Musik und Musische Bildungsstätte), Chorleiter Christof Becker, Eva Be Yauno-Janssen (AfM) und Wolfgang Kurth (Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg). © Christine Zacharias

Um Liebe und Intrige geht es bei der zweiten Operngala, die der Arbeitskreis für Musik in der Stiftsruine anbietet. Programm und Mitwirkende der Veranstaltung wurden jetzt im Bach-Haus vorgestellt.

Bad Hersfeld – Dabei ist das Konzept gleichgeblieben: Es gibt bekannte Arien, Ouvertüren und Chorstücke aus verschiedenen Opern – vom Barock bis zum frühen 20. Jahrhundert, die sich alle inhaltlich mit der Liebe, Sehnsucht und auch ihren dunklen Seiten beschäftigen.

Da böten die Opern eine reiche Auswahl, erklärt Eva Be Yauno-Janssen vom Vorstand des Arbeitskreises für Musik. Dargeboten wird das alles von drei Solisten, einem Orchester und dem Bad Hersfelder Festspielchor.

Bei den Mitwirkenden hat sich allerdings einiges geändert. Die Gesamtleitung der Gala liegt in diesem Jahr bei Christof Becker, der auch den Kammerchor des Bachhauses leitet. Für die Moderation, die den Zuschauern allerlei Hintergrundinformationen bieten und die einzelnen Stücke thematisch verknüpfen soll, wurde mit Frederik Frank ein Musikfachmann gewonnen.

Frank ist Dozent für Musiktheorie und Gehörbildung in Hannover und auch selbst als Komponist und Sänger aktiv.

Bekannt und beliebt sind in Bad Hersfeld die Virtuosi Brunenses aus Brünn, die von 2009 bis 2015 den Orchesterpart bei den Opernfestspielen übernommen hatten.

Ebenfalls kein Neuling in Bad Hersfeld ist die Sopranistin Melinda Parsons, die in Sydney geboren wurde und jetzt in Berlin lebt. Sie sang in Bad Hersfeld die Rosina im „Barbier von Sevilla“ von Giacomo Rossini und gewann den Orpheus-Preis. Sie freut sich ebenswo auf eine Rückkehr in die Stiftsruine wie Christoph Heinrich, dessen volltönender Bass zuletzt als Sparafucile in Verdis „Rigoletto“ zu hören war.

Und dann ist da noch der niederländische Tenor Arnold Bezuyen, der bei den Bayreuther Festpielen und in Opernhäusern auf der ganzen Welt zu hören war. In Bad Hersfeld wird er unter anderem die berühmte Arie „Nessum Dorma“ aus Puccinis Oper Turandot singen.

Hier gibt es die Tickets

Beginn: 2. September, 19.30 Uhr

Tickets: Tickets kosten zwischen 24 und 75 Euro. Es gibt Ermäßigungen für Schüler, Studenten und Besucher mit Schwerbehinderungen, die jedoch nur bei einer Buchung über die Kartenzentrale Bad Hersfeld gewährt werden (Telefon 06621/640200, E-Mail ticket-service@bad-hersfedder-festspiele.de). Eine Buchung ist auch über eventim möglich.

afm-hersfeld/operngala.de

Details aus dem Programm wollen die Veranstalter noch nicht verraten. Sie versprechen jedoch Liebe und Leidenschaft, Dramatik, enttäuschte und getäuschte Gefühle. Mit der Ouvertüre zur Oper Carmen soll es jedenfalls gleich feurig losgehen, erzählt Christof Becker.

Der musikalische Leiter probt bereits seit einiger Zeit mit dem 70 Personen starken Festspielchor, dessen Sängerinnen und Sänger aus ganz Hessen stammen und die neben den monatlich stattfindenden gemeinsamen Proben – abwechselnd in Lich oder in der Großsporthalle in Niederaula – auch über Online-Anleitungen ihre Stimmen einstudieren.

„Anreiz ist bei vielen Sängerinnen und Sängern, in der Stiftsruine auftreten zu können“, sagt Eva Be Yauno-Janssen. Sie weist darauf hin, dass weitere Sänger – vor allem Männerstimmen – jederzeit willkommen sind.

Ein Projekt dieser Größenordnung sei ohne Kooperationspartner und finanzielle Unterstützung nicht möglich, erklärte Dr. Ardawan Rastan.

Er lobte die gute Zusammenarbeit mit der Stadt und den Bad Hersfelder Festspielen, die auch die Technik für die Operngala übernehmen. Finanzielle Förderung gebe es durch die Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg, die Sparkassenkulturstiftung Hessen-Thüringen, Hildwein Gesundheit, Eimer und Eimer, die Brillenschmiede und den Deutsch-tschechischen Zukunftsfonds.

(Christine Zacharias)

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