Gut gerüstet für vierte Welle

Kliniken im Kreis Hersfeld-Rotenburg sind auf steigende Covid-Patientenzahlen vorbereitet

Das Klinikum Hersfeld-Rotenburg, hier eine Luftaufnahme des Bad Hersfelder Klinikumstandorts.
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Das Klinikum Hersfeld-Rotenburg, hier eine Luftaufnahme des Bad Hersfelder Klinikumstandorts.

Die Krankenhäuser im Kreis sehen sich gut vorbereitet für eine mögliche vierte Coronawelle.

Hersfeld-Rotenburg – Noch bewegen sich die Zahlen der stationär in den Kliniken behandelten Patienten zwar im einstelligen Bereich, dennoch rüsten sich Klinikum, HKZ und Kreiskrankenhaus Rotenburg für einen neuerlichen Anstieg der stationären Fälle.

Das Klinikum setzt dabei vor allem auf Früherkennung durch entsprechende Tests, um so Virus-Varianten zu entdecken. Die Isolierstation ließe sich mit bis zu 39 Covid-Patienten belegen, die je nach Bedarf in einzelne Sektoren unterteilt werden können. Gleiches gelte für die Intensivstation. Auch hier wurden zwei räumlich getrennte Bereiche geschaffen, die je nach Anzahl der Intensiv-Patienten separat oder als reine Covid-Station betrieben werden könne, berichten der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Markus Horn und die Leitende Abteilungsärztin für Klinikhygiene Beate Erath. Auch im HKZ stehen eine Normalstation sowie eine Intensivstation für die Versorgung von Covid-Patienten zur Verfügung.

„Komplett aufnahmebereit waren wir bei der letzten Welle innerhalb von 45 Minuten. Ich denke, das werden wir auch diesmal schaffen und schnell in den Covidmodus umschalten können – falls die 4. Welle kommt. Die ersten stationären Covid-Patienten haben wir ja schon wieder“, erklärt auch Dr. Martin Oechsner, der Medizinische Geschäftsführer des Kreiskrankenhauses.

Alle Kliniken im Kreis haben zudem die Hygienemaßnahmen im Umgang mit Covid-Patienten seit Beginn der Pandemie regelmäßig und intensiv geschult. Auch neue Erkenntnisse zu Diagnostik und Therapie werden regelmäßig erörtert. Auch Schutzkleidung und medizinisches Gerät seien in ausreichendem Maße vorhanden, heißt es. So hat etwa das Kreiskrankenhaus eigens zwei weitere Intensiv-Beatmungsplätze eingerichtet – eine Investition von 50 000 Euro je Bett.

Das Kreiskrankenhaus verweist zudem auf eine hohe Impfquote seiner Mitarbeitenden von über 80 Prozent und hofft, dass es daher nicht so viele Erkrankungen beim Personal wie bei der letzten Welle geben wird.

Patienten halten sich weiter zurück

Zurzeit laufen die Kliniken im Kreis im Normalbetrieb, das heißt, alle Patienten werden versorgt. Zu Corona-Spitzenzeiten waren nicht notwendige Eingriffe ausgesetzt worden. Auch Vorsorgeuntersuchungen wurden oft von den Patienten nicht wahrgenommen. Am Klinikum registriere man weiterhin eine „gewisse Zurückhaltung“ bei Patienten und Besuchern. Am Kreiskrankenhaus bemerkt man eine deutliche Zunahme der Schwere der behandelten Fälle. kai

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