Diskussion um Kaufland-Markt in Bad Hersfeld

Gutachten: Neues SB-Warenhaus in der Kreisstadt ist nicht notwendig

Der geplante Kaufland-Markt in Bad Hersfeld wurde jetzt durch ein Gutachten bewertet: Notwendig sei er nicht. Ein großer Teil des Umsatzes fließt aus dem Umland in die Kreisstadt. 

Aktualisiert am 31. Januar - Die Frage, ob die Einkaufsstadt Bad Hersfeld die Ansiedlung eines SB-Warenhauses am Rand der Innenstadt verträgt, ist aber beantwortet: Die Studie der Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) sagt im Hinblick auf das Vorhaben zumindest nicht nein, hält den Markt aber auch nicht für notwendig. Das Gutachten wurde am Mittwochabend im Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt vorgestellt. Als Standort weist die ehemalige Autozentrale in der Konrad-Zuse-Straße nach Ansicht trotz der Lage außerhalb der Innenstadt die meisten Vorzüge auf. Als weitere Standorte wurden das Schlachthofgelände, der frühere Herkulesmarkt und das Wever-Areal untersucht.

Das neue Gutachten ist die Fortschreibung einer Untersuchung von 2014, die wiederum auf einer ersten Bestandsaufnahme von 2003 fußte. Bad Hersfeld wird demnach als „Mittelstadt mit besonderen Begabungen“ eingeordnet, womit beispielsweise das kulturelle Angebot gemeint ist. Obwohl die Stadt in den vergangenen fünf Jahren etwa 10 000 Quadratmeter Verkaufsfläche verloren hat und aktuell bei knapp 90 000 Quadratmetern liegt, sieht Kollmar Bad Hersfeld nach wie vor „prinzipiell gut aufgestellt“. Auch konnte die Zentralitätskennziffer, die den Umsatz ins Verhältnis zur Kaufkraft setzt (bei einem Wert 100 bleibt das verdiente Geld in der Stadt) und somit für den Kaufkraftzufluss aus dem Umland steht, mit 151 in etwa gehalten werden.

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