Verhaltener Optimismus für 2015

Kreishandwerksmeister: „Wir brauchen mehr Meister als Master“

Symbolbild: dpa

Bad Hersfeld. Immer mehr Bürokratie und der anhaltende Trend zum Studium statt zur Berufsausbildung belasten das Handwerk in der Region zum Jahresstart.

Vor dem Hintergrund des ständig wachsenden Fachkräftemangels kritisierte Kreishandwerksmeister Klaus Stöcker, dass es im vergangenen Jahr erstmals mehr Studienanfänger als Azubis in Deutschland gegeben habe.

„Wir brauchen mehr Meister als Master“, sagte Stöcker in seiner Rede beim Neujahrsempfang der Kreishandwerkerschaft. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die Anstrengungen des Handwerks bei der Nachwuchswerbung.

Scharfe Kritik übte Stöcker an der Mütterrente, der Rente mit 62 und dem Mindestlohn sowie die damit verbundene überbordende Bürokratie, die selbstständige Handwerksbetriebe zusätzlich belaste. „Ich habe manchmal den Eindruck, manche dieser Gesetze sind unter Drogeneinfluss entstanden“, sagte Stöcker.

Trotzdem gehe das Handwerk im Kreis mit „verhaltenem Optimismus“ ins Jahr 2015, wenngleich sich angesichts der weltweiten Krisen eine Konjunktureintrübung abzeichne.

Beim Neujahrsempfang wurden außerdem die Meisterbriefe an 15 frisch-gebackene Meisterinnen und Meister überreicht.

Von Kai A. Struthoff

Mehr über den Neujahrsempfang der Kreishandwerkerschaft lesen Sie am Freitag in der gedruckten Ausgabe der Hersfelder Zeitung.

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