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Hersfeld-Rotenburg: CDU fordert runden Tisch zur Flüchtlingshilfe

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Von: Sebastian Schaffner

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Als Russland in die Ukraine einmarschierte, wurden auch die Flaggen vor dem Landratsamt in Bad Hersfeld auf Halbmast gesetzt. Jetzt sucht der Landkreis ehrenamtliche Dolmetscher für Kriegsflüchtlinge.
Als Russland in die Ukraine einmarschierte, wurden auch die Flaggen vor dem Landratsamt in Bad Hersfeld auf Halbmast gesetzt. Die CDU fordert nun einen runden Tisch zur Flüchtlingshilfe im Kreis Hersfeld-Rotenburg. © Schaffner, Sebastian

Die CDU Hersfeld-Rotenburg fordert den Ersten Kreisbeigeordneten Dirk Noll (SPD) auf, wegen der Folgen des Ukrainekriegs einen runden Tisch im Landkreis einzurichten.

Hersfeld-Rotenburg – „An diesem runden Tisch müssen neben dem Landkreis auch die IHK, die Kreishandwerkerschaft, die Arbeitnehmerschaft, die Arbeitsagentur, Hilfsorganisationen, das Schulamt, private und kirchliche Initiativen sowie die Städte und Gemeinden vertreten sein“, schreiben der Kreisvorsitzende Andreas Börner und der Fraktionsvorsitzende Herbert Höttl in einer Pressemitteilung.

Ziel müsse es sein, die Aufnahme von Flüchtlingen mit allen verbundenen Herausforderungen für den Landkreis und die Kommunen zu meistern. Beide Christdemokraten rechnen mit einer schnell wachsenden Zahl von Menschen aus der Ukraine auch im Kreis Hersfeld-Rotenburg. Bislang sind rund 1250 Kriegsflüchtlinge im Kreisgebiet offiziell gemeldet. Mit dem Zusammentreffen könnten, so die CDU, die „herausfordernden Aufgaben gemeinsam bewältigt und die entsprechenden Kompetenzen verzahnt werden.“

Höttl und Börner fordern darüber hinaus, dass die Kompetenzen der Volkshochschule erweitert und genutzt werden müssten, „um die sprachliche Integration mit Deutschkursen zeitnah und professionell zu ermöglichen“.

CDU: Geflüchtete brauchen unbürokratische Unterstützung bei der Internetanbindung

Zudem sollte der Landkreis Geflüchtete bei der Internetanbindung unbürokratisch unterstützen, damit ukrainische Beschäftigte im Homeoffice weiterhin ihrer Arbeit nachgehen könnten. Ebenso bestehe für viele Kinder so die Möglichkeit, neben dem regulären Schulbesuch am Homeschooling mit ihren ukrainischen Lehrkräften teilzunehmen.

„Wir erkennen die im Landkreisamt bereits geleistete enorme Arbeit im Bereich der Ukraine-Flüchtlingshilfe an, sehen aber gleichzeitig die Gefahr, dass die Aufgaben mit dem vorhandenen Personal nicht bewältigt werden können. Landrat Warnecke und der Kreisausschuss müssen hier kurzfristig weitere Kapazitäten schaffen“, so die Christdemokraten.

Am Ende, glauben Höttl und Börner, könnte sich so eine Win-Win-Win-Situation ergeben: Ukrainische Fachkräfte könnten mit ihren Qualifikationen beruflich schnell einsteigen und somit ihre finanzielle und soziale Lage eigenständig verbessern. Das würde sich mit Blick auf den Fachkräftemangel auch positiv auf die Region auswirken. „Drittens könnten die Ukrainer bei einer möglichen Rückkehr in ihr Land die hier gewonnen Kompetenzen und Erfahrungen einbringen.“

Die Bewältigung dieser großen humanitären Aufgabe erfordere gerade auch kommunal eine hohe Flexibilität und Handlungsgeschwindigkeit, schreibt die CDU weiter: „Dies kann nur mit einer ebenso flexiblen Handhabung von Regelungen in der Vergabe und Verfahrensorganisation verbunden sein muss. Hierfür braucht es eine klare politische Rückendeckung für ordnungsgemäße, aber zugleich auch kreative und pragmatische Lösungen im Umgang mit akut zu versorgenden Menschen vor Ort.“ (Sebastian Schaffner)

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