Verdächtiger in U-Haft

Kindesmisshandlung und Pornografie: Vorwürfe gegen Ex-Schulleiter – Neue Details bekannt

Ein ehemaliger Schulleiter aus Hersfeld-Rotenburg wird verdächtigt, Kinder missbraucht und kinderpornografische Texte verfasst sowie verbreitet zu haben. (Symbolbild)
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Ein ehemaliger Schulleiter aus Hersfeld-Rotenburg wird verdächtigt, Kinder missbraucht und kinderpornografische Texte verfasst sowie verbreitet zu haben. (Symbolfoto)

Einem ehemaligen Schulleiter aus Hersfeld-Rotenburg wird Kindesmissbrauch und Verbreitung von Pornografie vorgeworfen. Nun ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Update vom Mittwoch, 05.01.2022, 14.00 Uhr: Wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Main auf Anfrage unserer Redaktion bestätigte, wurde das Ermittlungsverfahren gegen einen Ex-Schulleiter aus Hersfeld-Rotenburg nach einem Hinweis aus den USA eingeleitet. Nähere Auskünfte erteilte die Behörde allerdings nicht, um „unbefangen“ weiter ermitteln und mit Zeuginnen und Zeugen sprechen zu können, so der Sprecher. Zuletzt hatte der Mann in Göttingen gewohnt, bestätigte die Staatsanwaltschaft.

Der unter Verdacht stehende Familienvater hatte auch ehrenamtlich häufig mit Kindern zu tun. Er war nach längerer Erkrankung Anfang des Jahres in den Ruhestand versetzt worden, erklärte der kommissarische Leiter des Staatlichen Schulamts in Bebra, Jürgen Krompholz auf Anfrage. Diese Pensionierung sei auf eine Erkrankung zurückzuführen gewesen und habe nichts mit den späteren Ermittlungen zu tun. Auch das Staatlichen Schulamt sei von den Vorwürfen gegen den früheren Schulleiter unvorbereitet getroffen worden. Es habe zuvor keinerlei Hinweise gegeben. Im Gegenteil sei die pädagogische Arbeit des Beschuldigten wertgeschätzt worden, auch von den Eltern.

Missbrauchsvorwürfe gegen Ex-Schulleiter aus Hersfeld-Rotenburg: Schulamt reagiert erschüttert

Bestürzt und menschlich zutiefst erschüttert sei man deshalb auch in der Behörde, erklärte der kommissarische Schulamtsleiter weiter. Dennoch, so betonte er, gelte zu diesem Zeitpunkt der Ermittlungen zunächst die Unschuldsvermutung. Man arbeite eng mit den Ermittlungsbehörden zusammen und stehe in ständigem Kontakt mit dem Kultusministerium. Ein Krisenstab aus Schulpsychologinnen, Juristen und Amtsleitung wurde inzwischen einberufen.

Schulen und Eltern soll besonders im psychologischen Bereich Hilfe angeboten werden. Verunsicherte Eltern können sich direkt an das Schulamt wenden. Dort seien die psychologischen Mitarbeiterinnen erreichbar. Besonders betreut werde auch die Schule, die der Verdächtige zuletzt geleitet hatte.

Telefonnummer des Schulamts für verunsicherte Eltern: 06622/ 9140

Hersfeld-Rotenburg: Polizei ermittelt wegen Missbrauchsvorwürfe gegen Ex-Schulleiter

Erstmeldung vom Mittwoch, 05.01.2022, 10.23 Uhr: Bad Hersfeld – Die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt derzeit wegen eines mutmaßlichen Missbrauchsskandals. Der Verdächtige ist ein ehemaliger Grundschulleiter aus Hersfeld-Rotenburg. Nach Informationen unserer Redaktion wird dem Mann vorgeworfen, Kinder missbraucht sowie kinderpornografische Texte geschrieben und im Internet verbreitet zu haben.

Wie ein Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft am Mittwoch (05.01.2022) mitteilte, sitze der Ex-Schulleiter bereits seit Mitte Dezember wegen der Missbrauchsvorwürfe in Untersuchungshaft. Die Ermittlungen der Polizei seien jedoch aktuell in einem sehr frühen Stadium und daher noch im vollen Gange. Auch, ob die mutmaßlichen Missbrauchstaten während seiner Funktion als Grundschulleiter stattfanden, sei Bestandteil der Ermittlungen und werde derzeit geprüft. (Alina Schröder, Silke Schäfer-Marg)

Ein Mann aus Bad Hersfeld hatte erst vor Kurzem einen Missbrauch an einer Neunjährigen* gestanden.

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