Roter Teppich für die Ruine: Bad Hersfelder Festspiele sind eröffnet

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Ottfried Fischer vor der Stiftsruine.

Bad Hersfeld. Bekannte Gesichter aus Film und Fernsehen, Stars und Sternchen, ein roter Teppich und huderte Schaulustige: ein wenig glich die Eröffnung der 65. Bad Hersfelder Festspiele den Großereignissen wie den der Berlinale.

Schauspieler wie Ottfried Fischer und Elisabeth Lanz, die Moderatoren Jan Hofer, Cherno Jobatey, Claudia Schick und Annika de Buhr, Regisseur Peter Weck, Politiker Wolfgang Bosbach oder "Dschingis Kahn" Leslie Mandoki schlenderten über den roten Teppich vor der Stiftsruine – beklatscht von zahlreichen Schaulustigen und begleitet vom Blitzlichtgewitter und den Rufen der zahlreichen Fotografen und Kameraleute auf der Jagd nach dem besten Bild. Bei manchem, der über den Teppich schlenderte, half allerdings nur der Blick auf die Teilnehmerliste.

Aktualisiert um 9.27 Uhr

Während Schauspielerin Cosma Shiva Hagen nebst Gefolge eilig zur Maske eilte, nahmen sich die Prominenten, die an diesem Abend nicht selbst auf der Bühne standen, Zeit, um geduldig von einer Kamera in die nächste zu schauen, oder fürs bessere Bild noch einmal einige Schritte zurückzugehen. Moderator Cherno Jobatey hakte sich mangels Begleitung kurzerhand bei Festspiel-Platzanweiserin Jana Schiller ein, Ottfried Fischer alberte mit seiner Gehhilfe herum und Moderatorin Annika de Buhr hatte sogar Visitenkarten für die Fotografen, auf die sie neben ihren eigenen den Namen ihrer Begleiterin, Designerin Bozena Jomaa, schrieb. Viel Applaus spendete das Publikum nicht dem Intendanten Dieter Wedel, sondern auch für seinem Vorgänger Holk Freytag, der gemeinsam mit Schauspielerin Marie-Therese Futterknecht über den roten Läufer schritt.

Zahlreiche Prominente auf dem roten Teppich zur Festspieleröffnung

Stars zum Anfassen gab es anschließend im Foyer im Grünen. Zwischen den Zelten auf der Wiese der Ruine mischten sich zur Eröffnungszeremonie mit dem hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier, der direkt von Hessentag aus Hofgeismar nach Bad Hersfeld gekommen war, Prominente und Einheimische. „Sie haben ein Feuer entfacht“, sagte Bouffier an die Adresse des Intendanten Dieter Wedel. Die Stiftsruine sei der richtige Platz, um „wieder etwas tolles zu machen“. Intendant Dieter Wedel selbst hatte den Bad Hersfeldern zuvor für den herzlichen Empfang gedankt: „Ich bin aus Worms ja einiges gewöhnt, aber das hier hat alles übertroffen.

Wedel gestand: „Das Lampenfieber wird von Minute zu Minute schlimmer“. Bei den Proben zur Inszenierung der Komödie der Irrungen sei das Stück bisher nie ohne Unterbrechungen gespielt worden. Bürgemeister Thomas Fehling hatte in seinen Begrüßungsworten den Stadtpolitikern gedankt: „Als es um die Wurst ging, hat die Stadt Bad Hersfeld Einigkeit für ihre Festspiele gezeigt“, sagte er. An die Eröffnung schloss sich Dieter Wedels Inszenierung der Komödie der Irrungen an. (jce)

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