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Hersfelder Rapper Arton Gjaferi hat ein neues Lied auf Youtube

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Von: Nadine Meier-Maaz

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Rapper mit Gefühl: Arton Gjaferi aus Bad Hersfeld hat einen neuen Song mit dazugehörigem Video veröffentlicht. „Kaje kuje“ ist ein Liebeslied mit Ohrwurmcharakter.
Rapper mit Gefühl: Arton Gjaferi aus Bad Hersfeld hat einen neuen Song mit dazugehörigem Video veröffentlicht. „Kaje kuje“ ist ein Liebeslied mit Ohrwurmcharakter. © Nadine Meier-Maaz

Rapper Arton Gjaferi hat ein neues Lied auf Youtube veröffentlicht. De Text handelt diesmal von der Liebe, aber auch von Trauer und Wut. Das Video ist in Bad Hersfeld entstanden.

Bad Hersfeld – Große Gefühle statt Gangsta-Rap: Mit „Kaje kuje“ hat Arton Gjaferi aus Bad Hersfeld nicht nur seinen dritten und bisher wohl auch erfolgreichsten Song samt professionell anmutendem Video veröffentlicht.

Er zeigt darin auch eine andere Seite seines Musiker-Ichs. Denn „Kaje kuje“ ist ein Liebeslied, wie er selbst sagt.

Kaje kuje ist Kosovarisch beziehungsweise Albanisch und bedeutet „wo bist du“. Den Rest des Textes rappt der 32-Jährige wie gewohnt auf Deutsch. Warum dieser Mix? Gjaferi wurde im Kosovo geboren, kam aber schon als Kind mit den Eltern nach Deutschland.

1996 ließ sich die Familie zunächst in Breitenbach am Herzberg nieder. Später zog Gjaferi mit seiner Mutter und seinen Brüdern nach Bad Hersfeld, wo der gelernte Maler und Lackierer, der zuletzt für einen Sicherheitsdienst in Kassel arbeitete, inzwischen wieder lebt.

Seit 8. Mai ist „Kaje kuje“ im Internet bei Youtube zu hören und zu sehen. Über 11 000 Aufrufe hatte der Song nach zehn Tagen und damit deutlich mehr als seine anderen Videos dort. Viele positive Kommentare und Likes bescheinigen dem Lied mit dem eingängig-melodischen Refrain echte Ohrwurmqualitäten. Und ein Ohrwurm ist „Kaje kuje“ in der Tat, ob man Rap mag oder nicht.

Gjaferi schreibt seine Songtexte selbst

Vor rund zwei Jahren hatte Gjaferi seinen ersten Rap-Song („Was willst du machen“) inklusive Videoclip bei Youtube veröffentlicht. Im April 2021 folgte „Rollen im Mercedes“.

Alle Texte sind selbst geschrieben, sie erzählen von eigenen Erfahrungen und Erlebnissen, und so mache er sich auch im Alltag immer wieder mal Notizen dafür.

Authentisch zu sein, sei ihm wichtig, betont der 32-Jährige, für den es deshalb auch keine Frage ist, die Videos in „seinem“ Bad Hersfeld zu drehen. „Ich lebe hier. Warum sollte ich das in Frankfurt machen?“, fragt er und lacht fast entschuldigend.

Mit echtem „Schmerz und Tränen“ habe er „Kaje kuje“ geschrieben – ein Liebeslied, in dem nicht die große Liebe gefeiert wird, sondern eine Trennung, Enttäuschung und Wut besungen werden.

Der Musiker legt sich nicht auf einen Stil fest

Drei bis vier Monate habe er daran gearbeitet, berichtet Gjaferi, der vom Erfolg selbst überrascht, aber natürlich auch erfreut und stolz ist. In der Stadt werde er inzwischen fast jeden Tag angesprochen, auch von Fremden, oder gar mit „Kaje kuje“ begrüßt.

„Es gibt auch Jungs, die Gefühle haben und warum soll man die nicht zeigen?“, sagt er wohlwissend, dass es solche Songs gerade in der Rap- und Hip-Hop-Szene doch eher selten gibt. Wenn dann seien es eher Mädchen, die Musik gegen Jungs machten. „Tiktok ist voll davon.“ Gleichzeitig soll das Lied eine Warnung sein. „Man muss aufpassen, in wen man sich verliebt.“

Auf nur einen Stil sei er ohnehin nicht festgelegt. „Ich mag auch Reggae oder R’n’B, und wenn ich wollte, könnte ich auch Schlager singen“, sagt der 32-Jährige und lacht. Drei bis vier weitere, ganz unterschiedliche Songs habe er mit „Paradies“, „Kopf hoch“ und „Jackpot“ noch in petto.

Wobei „Paradies“ ein eher aggressiver Rapsong sei, „Kopf hoch“ hingegen ein richtiger Radiosong mit Sommerfeeling. Nur eines mag der 32-Jährige nicht: „Ganz böse und schlimme Wörter kommen in meinen Raps nicht vor.“ Schließlich würden auch Kinder seine Musik hören.

Auf youtube.com ist Arton Gjaferi unter dem Künstlernamen Artan mit „Kaje kuje“ zu finden.

(Nadine Meier-Maaz)

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