Luther-Darsteller und musikalischer Leiter bei den Festspielen

Hersfeldpreise für Christian Nickel und Christoph Wohlleben

+
Erhielt für seine Luther-Darstellung den Großen Hersfeldpreis: Christian Nickel. 

Bad Hersfeld. Christian Nickel ist zum zweiten Mal in Folge mit dem Großen Hersfeldpreis ausgezeichnet worden. Den Hersfeldpreis erhielt der musikalische Leiter des Musicals „Titanic“, Christoph Wohlleben.

Christoph Wohlleben

Die Auszeichnungen wurden am Sonntag während eines Festakts in der Bad Hersfelder Stiftsruine überreicht. Mit dem Großen Hersfeldpreis würdigt die Kritiker-Jury Christian Nickels herausragende Darstellung des Martin Luther in Dieter Wedels Inszenierung „Martin Luther – Der Anschlag“ bei den Bad Hersfelder Festspielen. „Nickel übernimmt zwei der ursprünglich vier Lutherrollen, den Reformator und den Wutbürger. Mit seinem ausgereiften, facettenreichen Spiel lotet er die äußerst widersprüchliche Persönlichkeit des Reformators aus. Dank seiner souveränen Darstellung zeichnet Nickel das präzise Bild eines charismatischen und zerrissenen Gottsuchers und Machtmenschen. Christian Nickel prägt das kühne, unkonventionelle und provokante Projekt des Autors und Regisseurs Dieter Wedel, der damit im Lutherjahr die Bad Hersfelder Festspiele bundesweit in den kulturellen Fokus rückt“, heißt es in der Begründung der Jury. Bereits im vergangenen Jahr war Nickel für seine Hauptrolle im Festspiel-Stück „Hexenjagd“ mit dem großen Hersfeldpreis bedacht worden.

Hersfeldpreis-Gewinner Christoph Wohlleben ist Dirigent und musikalischer Leiter des Musicals „Titanic“ in der Inszenierung von Stefan Huber. „Wohlleben hält das fast 40-köpfige Orchester im Graben und das über 40-köpfige Ensemble auf der Bühne vom ersten bis zum letzten Ton zusammen und führt das gesamte Team fokussiert und mit äußerster Konzentration. Durch sein herausragendes Dirigat wertet Wohlleben die Komposition auf und überzeugt mit seiner differenzierten, pointierten Interpretation des Arrangements“, begründet die Jury ihre Entscheidung.

Hintergrund: Der Hersfeldpreis

Seit 1961 ist der Große Hersfeldpreis an 69 Schauspieler, darunter Mario Adorf, Volker Lechtenbrink, Ernst Stankovski, Nicole Heesters, Tatja Seibt, Helen Schneider und Rufus Beck, verliehen worden. Ab 1969 wurde zusätzlich der Hersfeldpreis ausgelobt, der eine überragende Nebenrolle oder junge Schauspieler würdigt. Eine Jury aus fünf Theaterkritikern entscheidet über die Vergabe der Preise. In diesem Jahr gehörten dem Gremium Bettina Fraschke (HNA), Christoph A. Brandner (Fuldaer Zeitung), Hermann Diehl (hr), Martina Mattick-Stiller (ZDF/3 Sat) und Wilhelm Bing („Freunde der Bad Hersfelder Festspiele“) an.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.