Auch der Verlauf der Hessentagsstraße und die Veranstaltungsflächen stehen fest

Hessentag 2019: Fünf große Parkflächen in Bad Hersfeld

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Informierten jetzt über den Stand der Dinge in Sachen Hessentag 2019 und blickten zurück auf das Landesfest 2018: Gunter Grimm (Projektleitung Sicherheit), Klaus Friedrich (Bürgermeister Korbach), Thomas Fehling (Bürgermeister Bad Hersfeld), Katharina Löhwing und Dennis Diebel (Hessentagspaar 2019), Silke Filipovic (Moderation), Chanda Winter (Projektteam), Markus Heide (Projektteam), Christian Scholz (Projektleitung Verkehr), Anke Hofmann (Hessentagsbeauftragte) und Felix Wimhöfer (Projektteam). 

Bad Hersfeld. Parkplätze, Hessentagsstraße und Veranstaltungsflächen: Die für das Landesfest in Bad Hersfeld Verantwortlichen haben jetzt weitere Details bekannt gegeben.

Das Großereignis findet vom 7. bis 16. Juni 2019 in der Kreisstadt statt.

Um die 10 000 Parkplätze wird es im Stadtgebiet geben. Die drei großen Parkflächen sollen jeweils Platz für 2300 bis 2700 Pkw bieten – sie werden am Wehneberg, am Obersberg und am Eichhof angelegt. Ein Shuttle-Service wird die Gäste in die Innenstadt bringen. Hinzu kommen zwischen 1300 und 1600 Plätze auf dem Gelände von Asteelflash (Konrad-Zuse-Straße) und The Filament Factory (Berliner Straße).

Was die viel diskutierten und in Aussicht gestellten autonom fahrenden Busse betrifft, liegt laut Bürgermeister Thomas Fehling die Zusage für zumindest ein Fahrzeug für etwa zehn Personen vor. Dieses wird dann jedoch nicht als Shuttle eingesetzt, sondern soll auf einer Testroute nahe des Bahnhofs für Interessierte zur Verfügung stehen.

Vom Bahnhof aus über die Dippelstraße, den Lingg- und den Marktplatz zum Kurpark wird grob auch die Hessentagsstraße verlaufen, die die Stadt somit teilt, wie Projektleiter Verkehr Christian Scholz es ausdrückt. Einschränkungen und Umwege seien nicht zu vermeiden, in jedem Fall gehe aber die Sicherheit vor, betont Gunter Grimm (Projektleiter Sicherheit). Auch die großen Veranstaltungsflächen stehen fest. Der HR-Treff etwa wird im Schilde-Park untergebracht, das Weindorf im Stiftsbezirk. Die für die großen Konzerte vorgesehene Arena im Jahnpark wird von der Sparkasse gesponsert. 

Man sei bereits im Gespräch mit namhaften Künstlern, sagt die Hessentagsbeauftragte Anke Hofmann. Sie hofft, bis Ende August einen oder zwei Namen nennen zu können.

Im Haupt- und Finanzausschuss der Stadt wurde derweil über ein deutlich erhöhtes Defizit spekuliert, ohne dass Zahlen genannt wurden.

Nicht alle Bad Hersfelder mögen zum jetzigen Zeitpunkt an den Erfolg des Hessentags glauben, ein „Auswärtiger“ allerdings ist zuversichtlich: „Die packen das!“, sagte Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich im Brustton der Überzeugung am Donnerstagabend in der Stadthalle der Kreisstadt. Die Hansestadt hatte den diesjährigen Hessentag ausgerichtet. 

Talkrunde vor geschätzt 250 Besuchern

Geschätzte 250 Interessierte hatten sich dort bei der als Talkrunde inszenierten Informationsveranstaltung rund um das zehntägige Landesfest eingefunden, das vom 7. bis 16. Juni 2019 stattfindet. Die Organisatoren rund um die Bad Hersfelder Hessentagsbeauftragte Anke Hofmann gaben neue Details bekannt und erläuterten bereits Bekanntes. Zudem kamen Gäste wie Klaus Friedrich zu Wort, die von ihren Erfahrungen mit dem Hessentag berichteten. Die Moderation übernahm Silke Filipovic – ebenfalls aus Korbach –, die überaus leidenschaftlich versuchte, (noch mehr) Lust den Hessentag zu machen. „Das sind Tage, die hängen bleiben“, versprach sie. Für Musik sorgte die Band der Geistalschule. An verschiedenen Themen-Stationen konnten sich die Besucher im Anschluss noch weiter und individuell informieren, wobei diese Gelegenheit nach über zwei Stunden Veranstaltung nicht mehr allzu viele nutzten. 

Status Quo 

So langsam steige sowohl die Vorfreude als auch die Nervosität, sagte Bad Hersfelds Bürgermeister Thomas Fehling mit Blick auf die rund zehn Monate, die der Stadt bis zum 59. Hessentag noch bleiben. Und auch wenn es durchaus noch viel zu tun gebe, und nicht alles in Stein gemeißelt sei, liege man in allen Belangen weiterhin gut in der Zeit, betonen alle Verantwortlichen.

Digitaler Hessentag 

Beim Hessentag soll und darf selbstverständlich „analog gefeiert werden“, betonte Fehling, der sich das Thema Smart City auf die Fahne geschrieben hat und einst zum Beispiel die autonomen Busse ins Spiel gebracht hatte. Zumindest einen solchen Bus wird es beim Hessentag wohl auch geben, der allerdings nicht als Shuttle dienen, sondern auf einer Teststrecke ausprobiert werden soll. Fehling sprach davon, neue Technologien einbringen zu wollen, wo es möglich sei. Konkrete Beispiele nannte er allerdings nicht. Die geplante digitale Ertüchtigung im Sinne von freiem W-Lan in der Innenstadt läuft bereits. Technische Innovationen von heimischen Firmen könnten darüber hinaus auch Bestandteil der Straße der Innovationen sein.

Parkplätze 

Etwa 10 000 zusätzliche Parkplätze werden im Stadtgebiet geschaffen. Die drei großen Flächen mit über 7000 Stellplätzen (Wehneberg, Obersberg, Eichhof) reichen laut Christian Scholz, Projektleiter Verkehr, für die Besucher aus. Die beiden weiteren Parkplätze (Asteelflash, The Filament Factory) seien sogenannte Überlaufflächen, zum Beispiel für die Aussteller. Die Flächen am Wehneberg, Obersberg und Eichhof sind in der Vergangenheit landwirtschaftlich beziehungsweise ackerbaulich genutzt worden und sollen nun in strapazierfähiges Grünland umgewandelt werden. Was das Parken auf den genannten Plätzen beim Hessentag kosten soll, steht laut Scholz noch nicht fest.

Hessentagsstraße 

Die für den Verkehr gesperrte Hessentagsstraße soll die einzelnen Veranstaltungsflächen verbinden. Sie führt grob gesagt vom Bahnhof über die Dippelstraße, den Lingg- und den Marktplatz zum Kurpark. Auf der Hessentagsstraße können sich Vereine, Firmen und Organisationen mit Info- oder Aktionsständen präsentieren, üblich sind aber auch Getränke- und Essens- sowie Verkaufsstände. Noch bis Ende September können sich interessierte Aussteller bewerben. Wieviele Anfragen es bisher gibt, konnte Kurdirektor Felix Wimhöfer, der sich um die Bewerbungen kümmert, aktuell nicht sagen. Er sprach jedoch von einigen interessanten Bewerbungen, zu große Stände habe man außerdem bereits ablehnen müssen. Vermutlich würden auch einige „Bekannte“ vom Lullusfest dabei sein. Die Standgebühren sind gestaffelt nach Standgröße, richten sich aber auch nach der Art des Anbieters. So zahlen beispielsweise ortsansässige Gewerbe weniger als auswärtige, und Vereine weniger als gewerbliche Anbieter.

Veranstaltungsflächen

Für die großen Veranstaltungsflächen sind zum jetzigen Zeitpunkt folgende Platzierungen vorgesehen:

Straße und Platz der Innovationen: Am Bahnhof

Bundeswehrausstellung: Schillerplatz

HR-Treff: Schilde-Park und Schilde-Halle. 

Bundespolizei: Schilde-Park

Bundeswehr: Benno-Schilde-Straße gegenüber des Schilde-Platzes

Landesausstellung und Polizei-Bistro: Marktplatz

Hessische Vereinigung für Tanz- und Trachtenpflege (HVT): am Rande des Linggplatzes

VR-Weindorf: Stiftsbezirk

Hessen schafft Wissen: Lutherstraße

dm-Kinderland, Der Natur auf der spur, Festival des Sports: Kurpark

Festzelt und Vereidigung der Polizei: Oberau

Sparkassen-Arena: Jahnpark

Weitere Ausstellungen sind im östlichen Teil des Schilde-Parks vorgesehen, die katholische Kirche und die evangelische Stadtkirche sind ebenfalls eingebunden.

(Eine Grafik dazu finden Sie in der gedruckten Zeitung.)

Talkrunde: Moderatorin Silke Filipovic interviewte Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich (Mitte) und Bad Hersfelds Verwaltungschef Thomas Fehling. 

 

Sicherheit 

Ob Terror oder Unwetter: „Im Zweifel geht die Sicherheit vor“, sagte Gunter Grimm mit Blick etwa auf Straßensperrungen oder andere Einschränkungen, die der Hessentag mit sich bringt. Der Stadtrat ist als ehemaliger Bundespolizist Projektleiter Sicherheit. Es gelte, bekannte und typische Risiken zu vermeiden und tagesaktuell auf etwaige Gefahren zu reagieren. Auch um den Brandschutz müsse sich niemand Sorgen machen, meinte Grimm. Es gebe ein umfassendes Sicherheitskonzept, die Stadt stimme sich mit Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst ab.

Verkehr 

Weil die Hessentagsstraße die Stadt quasi teilt und es zudem einen „Sicherheitsring“ drumherum gibt, sind komplette oder zeitweise Sperrungen unumgänglich. Komplett dicht sein werden laut Scholz die Dippelstraße und der Bereich Südtor/Fuldastraße, die Reichsstraße wird teilweise für Anwohner zugänglich sein. Bei Konzerten wird für den Besucherstrom zwischenzeitlich auch die Wehneberger Straße/Übergang Jahnstraße gesperrt. Anwohner oder andere Berechtigte können für die betroffenen Zonen Ausweise beantragen, die die Durchfahrt zu bestimmten Zeiten ermöglichen und eine Sicherheitsüberprüfung beinhalten. Konkrete Informationen dazu folgen noch.

Ehrenamtliche Helfer 

Etwa 500 freiwillige Helfer werden für jeden Hessentag benötigt, unabhängig von der Größe der ausrichtenden Stadt. 100 haben sich laut Markus Heide bereits gefunden, der gemeinsam mit Verena Gottmann für die Helfer zuständig ist. Die Ehrenamtlichen würden überall gebraucht, heißt es, zum Beispiel an den Aktionsbühnen, beim Fahrdienst, bei der Betreuung von mobilitätseingeschränkten Besuchern oder als Springer. Neben Helfer-Shirts und einer großen Abschlussfeier, dürfen sich die Freiwilligen voraussichtlich auf Veranstaltungstickets oder ähnliches freuen.

Projekte 

Eines der großen Hessentagsprojekte ist die mit 717 000 Euro vom Land geförderte barrierefreie Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die Fulda nahe des Stadions Oberau. Zu sehen ist dort zwar noch nichts, Chanda Winter vom Hessentagsteam versicherte aber, man liege im Zeitplan. Aktuell liefen die Bauausschreibungen. Natürlich sei man auf die Rückläufe angewiesen, doch sei das Projekt ziemlich attraktiv. Baubeginn soll Anfang Oktober sein. Mit den ersten Abrissarbeiten ist unterdessen im Hessen-Stadion begonnen worden. (nm)

Hessentagsprojekt: Der Abriss am Hessen-Stadion hat begonnen, zumindest im Innern des Funktionsgebäudes. 

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