2000 Dienstposten sind zu besetzen

Hessentag in Bad Hersfeld: DRK und Johanniter übernehmen den Sanitätsdienst 

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Die Retter stehen bereit: Dr. Matthias Lotz (links) und Björn Wettlaufer mit einem Rettungswagen.

Den Sanitätsdienst beim Hessentag in Bad Hersfeld übernehmen das DRK und die Johanniter Unfallhilfe. Rund 2000 Dienstposten gilt es in der Stadt zu besetzen.

Auch beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) laufen in diesen Tagen die Vorbereitungen für den Hessentag auf Hochtouren. Insgesamt gilt es, rund 2000 Dienstposten in der ganzen Stadt zu besetzen, erläutern DRK-Kreisverbandsarzt Dr. Matthias Lotz und der Leiter des DRK-Rettungsdienstes Björn Wettlaufer. „Der große Rahmen steht, die Feinabstimmung läuft “, sagt Wettlaufer.

Wie viele Mitarbeiter genau zur Verfügung stehen werden, um im Drei-Schicht-Betrieb den Rettungsdienst zu beschicken, steht noch nicht genau fest. Aber das DRK im Kreis erhält tatkräftige Unterstützung aus ganz Hessen und Thüringen sowie von der Johanniter Unfallhilfe, mit der das DRK gemeinsam in einer Bietergemeinschaft nach einer Ausschreibung den Zuschlag für den Rettungs- und Sanitätsdienst erhielt. Zu den genauen Kosten für den Rettungseinsatz konnte Dr. Lotz noch keine Angaben machen, denn sie hängen auch mit der tatsächlichen Zahl der geleisteten Einsätze zusammen.

Mehr als hundert Einsatzkräfte bei der "Just-White-Party"

Insgesamt wird der Rettungsdienst entlang der Hessentagsstraße, an den Veranstaltungsorten rund um die Ruine und den Kurpark sowie natürlich auch an der Sparkassen-Arena im Jahnpark vertreten sein. Alle Stützpunkte werden von morgens bis zum jeweiligen Veranstaltungsende besetzt. 

Allein am „Just-White“-Wochenende wird der Rettungsdienst rund um die Sparkassen-Arena mit mehr als 110 Sanitätern, Notärzten und bis zu sieben Rettungswagen vor Ort sein. Bedingt durch das überwiegend junge Publikum sei bei der „Just-White-Party“, die „Risiko-Einschätzung etwas höher“, erklärt Dr. Matthias Lotz.

Gleichzeitig stellt er klar: „Der Rettungsdienst kann während des Hessentags alle Hilfebedürftigen auch außerhalb der Veranstaltungsorte adäquat versorgen“, sagt Dr. Lotz. Dabei helfen auch zusätzliche Einsatzfahrzeuge, die das DRK aus dem Schwalm-Eder-Kreis und Fulda ausgeliehen bekommt.

Geistalschule wird zum Feldlager

Die Bad Hersfelder Geistalschule wird während des Hessentags zu einer Art Feldlager. Hier werden die auswärtigen Rettungskräfte untergebracht und verköstigt. „Dieses Basislager ist die Anlaufstelle für alle „weißen“ Hilfskräfte“, sagt DRK-Verbandsarzt Dr. Matthias Lotz, der sich um die Organisation des Sanitäts- und Rettungsdienstes für den Hessentag kümmert. 

Die Klassenzimmer werden dafür mit Feldbetten ausgestattet, die Hilfskräfte bekommen Essen und Trinken und können dort auch duschen. Trotz der gewaltigen logistischen Herausforderung, rund 2000 verschiedene Dienstposten während des Hessentags zu besetzen, sind Dr. Lotz und sein DRK-Kollege Björn Wettlaufer ganz gelassen. „Wir kriegen das zusammen hin, die Zusammenarbeit in den Planungsstäben läuft reibungslos und gut“, sagt Dr. Lotz. 

Dabei sei auch das Klinikum eingebunden. „Wir sind eng verzahnt, das passt“, versichert Wettlaufer. Obwohl die Rettungskräfte durch das Lullusfest eine gewisse Übung mit derartigen Großveranstaltungen haben, könnte man die beiden Events nur bedingt miteinander vergleichen, erklärt Dr. Lotz. „Lolls ist nur am Marktplatz, der Hessentag in der ganzen Stadt, deshalb sind auch die Wege viel länger.“ 

Das Wetter spielt eine entscheidende Rolle

Bei aller Planung: Die große Unbekannte bleibt das Wetter. Obwohl natürlich alle auf einen sonnigen Hessentag hoffen, bedeuten hohe Temperaturen erfahrungsgemäß auch mehr Arbeit für die Rettungskräfte. Doch auch dafür sieht sich das DRK gut gerüstet. „Unter dem Hessentag wird die Versorgung der Bürger nicht leiden“, sagt Dr. Matthias Lotz.

Bei den Planungen für den Hessentag stützt sich das Deutsche Rote Kreuz auch auf Erfahrungen von anderen Hessentagsstädten. Beim Landesfest in Korbach gab es 2018 rund 600 Hilfeleistungen, etwa 100 Kliniktransporte und zweimal musste sogar der Helikopter landen. „Die Zahl der Einsätze ist immer stark vom Wetter abhängig“, sagt Björn Wettlaufer. Sollte es sehr heiß werden, häufen sich erfahrungsgemäß auch die Einsätze wegen hitzebedingten Problemen. 

Alle Informationen zum Hessentag finden Sie hier

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