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Hochbrücke in Bad Hersfeld: Stadt fürchtet Verkehrskollaps

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Die Hochbrücke soll erneuert werden. Wird sie gesperrt, droht laut Stadt ein Verkehrskollaps.
Die Hochbrücke in Bad Hersfeld soll erneuert werden. Wird sie gesperrt, droht laut Stadt ein Verkehrskollaps. © Nadine Meier-Maaz

Die Hochbrücke in Bad Hersfeld soll erneuert werden. Bei der Stadt Bad Hersfeld befürchtet man mit Blick auf die Pläne nun einen Verkehrskollaps.

Bad Hersfeld – Die Bad Hersfelder Stadtverwaltung hat eine Stellungnahme zum Planfeststellungsverfahren für die geplante Erneuerung der Hochbrücke am Peterstor abgegeben. „Wir haben die Vorlagen sehr gründlich geprüft, und dabei sind diverse Fehler und Probleme aufgedeckt worden“, sagte der Erste Stadtrat Gunter Grimm im Stadtplanungsausschuss.

So entsprechen die vorgelegten Unterlagen für die Verkehrsführung nicht den Anforderungen, die die Stadt Bad Hersfeld an die DEGES (Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH) als Vorhabenträger gestellt habe und seien in keinem Fall ausreichend, um einen Verkehrskollaps durch die Sperrung der Brücke zu verhindern, heißt es in der Vorlage. Zudem folge die Verwaltung der Einschätzung des Lärmschutzbeirates, wonach die geplante Maßnahme eher ein „Neubau statt ein Ersatzbau“ ist, was einige der Vorgaben ändern würde. „Die Stellungnahme ist eine gute Voraussetzung, gegen das Bauvorhaben vorzugehen“, sagte Grimm.

Ein weiteres Thema im Ausschuss war einmal mehr die Umrüstung der Straßenbeleuchtung. Diese soll in einem Zug auf energiesparende LED-Leuchten umgerüstet werden. Dazu hat der Stadtplanungsausschuss am Mittwochabend grundsätzlich grünes Licht gegeben. Martin Bode, Fachbereichsleiter Technische Dienste, hatte dazu den Ausschussmitgliedern umfangreiches Zahlen-Material an die Hand gegeben. In einem Szenario war die Umrüstung von 200 bis 400 Lampen pro Jahr dargelegt, in einem anderen der Austausch aller rund 2000 Lampen auf einen Schlag.

Die neuen LED-Leuchten sollen nicht nur erheblich weniger Strom verbrauchen, sondern auch statt wie bisher kühl, künftig „warm und weicher“ leuchten. Dies sei vor allem für Insekten besser, erläuterte Bode. Die Leuchttechnik biete zudem die Möglichkeit, die Lichtintensität je nach Anforderung zu regulieren.

Bode gab aus fachlicher Sicht den Ratschlag, sofort alle Leuchten umzurüsten, weil so das Ziel der Klimaneutralität und der Kosteneinsparungen schneller erreicht werden könne. Diesem Rat folgten die Ausschussmitglieder einstimmig. Das letzte Wort hat das Stadtparlament am Donnerstag, 14. Juli. (kai)

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