Lernen wie im Paradies

Hochschule der Unfallversicherungen erweitert Campus in Bad Hersfeld

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So sollen sie aussehen: Das Wohnheim (links) und der Hörsaaltrakt (rechts) der Hochschule am Seilerweg. Im Hintergrund das bestehende Gebäude.

Weil der Bedarf an Studien- und Ausbildungsplätzen gewachsen ist, erweitert die Hochschule der Unfallversicherungen ihren Campus in Bad Hersfeld. 12 Mio. Euro kostet das Projekt.

Lernen mit Weitblick – das ist in doppeltem Sinne möglich an der Hochschule der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (HGU) in Bad Hersfeld – und das seit mittlerweile 25 Jahren. Und dieses Konzept kommt offenbar an, denn der Campus am Seilerweg hoch oben über Bad Hersfeld platzt aus allen Nähten.

Nun kommt die langersehnte Erweiterung mit einem multifunktionalen Hörsaal-Gebäude und einem Apartmenthaus mit 55, zum Teil behindertengerechten Wohnungen für die Studenten. Rund 12 Millionen Euro sollen die beiden Neubauten kosten, die nach Plänen des Bad Hersfelder Architekturbüros Dorbritz bis Frühjahr 2021 entstehen sollen. Damit verfügt die HGU dann über insgesamt 188 Zimmer.

Aktuell bietet die Hochschule zehn Studien-, Aus- und Weiterbildungsgänge für etwa 500 Studierende und 350 Auszubildende an, die dazu für bis zu drei Monate nach Bad Hersfeld kommen. Sie werden hier von über 300 Lehrbeauftragten betreut. Wichtig ist der HGU dabei die enge Verbindung zwischen Theorie und Praxis.

Beim symbolischen ersten Spatenstich für den Neubau erklärte Rektor Prof. Harald Becker, durch den fortschreitenden demografischen Wandel steige auch der Aus- und Weiterbildungsbedarf in den Bereichen Rehabilitation, Sozialversicherung und Verwaltung für die gesetzlichen Unfallversicherungsträger. Seit Gründung der Hochschule vor 25 Jahren habe die Studentenzahl um 70 Prozent zugenommen, allein in diesem Jahr rechne man mit Zuwächsen von weiteren 30 Prozent. Die Erweiterung sei dringend nötig.

„Wir wollen unseren Nachwuchskräften hier eine optimale Ausbildung, aber auch eine gute Unterbringung mit Sport- und Freizeitmöglichkeiten bieten“, betonte auch die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung Petra Zilch. Landrat Dr. Michael Koch nannte die Hochschule eine „Bereicherung für die Region“, wünschte sich aber, dass die Studenten häufiger in der Stadt sichtbar würden. Bürgermeister Thomas Fehling betonte, dass die Stadtverwaltung „ordentlich Gas gegeben hat“ beim Genehmigungsverfahren und versprach den Studenten „fast paradiesische Zustände auf dem neuen Campus“. 

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