Notbetreuung ab Donnerstag

Höchste Corona-Inzidenz in Hessen: Hersfeld-Rotenburg schließt Schulen und Kitas

Maskenpflicht, Maske, Corona, Symbolbild
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„Kontakte auf das Minimum beschränken“: Der Landkreis Hersfeld-Rotenburg hat die höchste Inzidenz in ganz Hessen und reagiert nun mit einer Schließung von Schulen und Kindergärten. (Symbolbild)

Aufgrund der stark steigenden Infektionszahlen schließt Hersfeld-Rotenburg viele Schulen und Kindergärten im Landkreis. Für eine Notbetreuung ist gesorgt. 

Ab kommenden Donnerstag (25.03.2021) und bis einschließlich 16. April werden die Kindertagesstätten sowie die Schulen im Landkreis für die Jahrgänge 1-6 geschlossen. Eine Notbetreuung ist in allen Einrichtungen sichergestellt, allerdings nicht in den Schulen während den hessischen Osterferien. Darauf haben sich die Mitglieder des Verwaltungsstabs des Landkreises in Abstimmung mit dem Staatlichen Schulamt und Harald Preßmann, Sprecher der Bürgermeister im Kreis, geeinigt.

Unberührt bleiben die Abschlussklassen, die weiterhin in Präsenz unterrichtet werden sollen. Für die übrigen Schuljahrgänge haben Landrat Dr. Michael Koch und Anita Hofmann, Leiterin des Staatlichen Schulamts eine dringende Empfehlung zur Nutzung von Distanzunterricht ausgesprochen: „Diese Möglichkeit sollte unbedingt überall dort in Anspruch genommen werden, wo sie infrage kommt. Es gilt, in der aktuellen Situation jegliche Kontakte auf das Minimum zu beschränken“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Inzidenz in Hersfeld-Rotenburg klettert auf 241,6

Die Zahl der bestätigten aktuellen Corona-Fälle im Landkreis Hersfeld-Rotenburg hat sich am Dienstag auf 419 erhöht. Das Gesundheitsamt meldete 21 Neuinfektionen. Die Sieben-Tage-Inzidenz beträgt damit nun 241,6 - es ist der höchste Wert in Hessen. In den Kliniken im Landkreis werden derzeit 31 Covid-Patienten behandelt, zehn davon auf Intensivstationen. Von den aktuell zur Verfügung stehenden 51 Intensivbetten im Kreis sind noch fünf frei.

Gesundheitsamt: Vor allem Infektionscluster im Ostkreis

Auch das Gesundheitsamt des Kreises hat die Entscheidung, Kindergärten und Schulen aufgrund vorliegender, flächendeckender Infektionscluster zu schließen, ausdrücklich begrüßt. Amtsärztin Adelheid Merle sagt: „Derzeit sind vor allem Kindergärten im Ostkreis betroffen, aber auch in Kirchheim, Bebra und weiteren Kommunen. Elf Einrichtungen sind per Einzelverfügung geschlossen und einzelne Gruppen in Quarantäne gesetzt worden. Da die britische Virus-Mutation B1.1.7. derzeit vermehrt um sich greift, ist es sinnvoll, im Rahmen des Infektionsschutzgesetzes umfassende Quarantänisierungen anzuordnen.“

Eltern und Erziehungsberechtigte sowie die Verantwortlichen in Schulen und Kindergärten erhalten somit einen Tag Vorlauf, um die nötigen Vorkehrungen zu treffen, bevor die Allgemeinverfügung des Landkreises am Donnerstag in Kraft tritt. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie sollen neu bewertet werden, wenn die 7-Tage-Inzidenz an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen den Wert von 100 unterschreitet. (Clemens Herwig)

So verteilen sich die Fälle im Landkreis

Alheim: 1 (zum Vortag: –)

Bad Hersfeld: 92 (+1)

Bebra: 29 (+2)

Breitenbach/H.: 3 (–)

Cornberg: 6 (–)

Friedewald: 9 (+1)

Hauneck: 8 (-1)

Haunetal: 28 (+2)

Heringen: 24 (-1)

Hohenroda: 22 (–)

Kirchheim: 55 (–)

Ludwigsau: 8 (-1)

Nentershausen: 16 (+1)

Neuenstein: 2 (–)

Niederaula: 17 (–)

.Philippsthal: 41 (+1)

Rotenburg: 25 (+2)

Ronshausen: 12 (–)

Schenklengsfeld: 6 (–)

Wildeck: 15 (+1)

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