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Rekordfahrt geglückt: Mit dem Velomobil in Fabelzeit durch die Republik

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Auf Rekordfahrt: Der Braunschweiger Holger Seidel kam am Samstagabend auf seiner Tour durch Deutschland auch durch den Landkreis Hersfeld-Rotenburg. Das
Auf Rekordfahrt: Der Braunschweiger Holger Seidel kam am Samstagabend auf seiner Tour durch Deutschland auch durch den Landkreis Hersfeld-Rotenburg. © Hartmut Wenzel

Er hat es geschafft: Holger Seidel hat die Bundesrepublik vom südlichsten Ort Birgsau im Oberallgäu bis an die dänische Grenze in Rekordzeit durchquert.

Bad Hersfeld - Für die 1055 Kilometer lange Strecke benötigte er nur 29 Stunden und 57 Minuten. Er unterbot den alten Rekord aus dem Jahr 2017 von 32 Stunden und 59 Minuten, aufgestellt von Roland Schell, also um über drei Stunden. Allerdings steht die offizielle Bestätigung von Seidels Rekord noch aus. Sinn und Zweck von Seidels Aktion waren die umweltfreundlichen Aspekte eines Velomobils, auf die er aufmerksam machen wollte.

Auf seiner Tour kam er am Samstagabend auch durch den Kreis Hersfeld-Rotenburg. Dabei wurde er an der Lomo-Kreuzung zwischen B 27 und B 62 auch von einer Mini-Fangemeinde angefeuert. Michael Rubke wartete schon eine Stunde zuvor an der Zufahrt zur alten Tankstelle der B 27. Rubke hatte Seidel durch Tipps für die Fahrt durch das Kreisgebiet gegeben. „Ich drücke ihm die Daumen, dass er das schafft“, sagt der Beiershäuser, der selbst ein Liegendrad fährt.

„Holger Go!“ Simon Löw (links, hinter seinem Velomobil) und Michael Rubke im Liegendrad, feuerten Seidel an.
„Holger Go!“ Simon Löw (links, hinter seinem Velomobil) und Michael Rubke im Liegendrad, feuerten Seidel an. © Hartmut Wenzel

Durch einen Tracker im Internet war er permanent über Seidels aktuellen Standpunkt informiert. So wusste er auch, dass Seidel 20 Minuten eher im Allgäu gestartet war. Weil der Rekordfahrer, unterstützt von Helfern in vier Begleitfahrzeugen, in Hünfeld einen von seinen beiden Tankstopps einlegte, kam er erst gegen 21 Uhr durch Hersfeld. Bis dahin lag er auch vier Minuten hinter den angestrebten Zwischenzeiten, wahrscheinlich auch wegen eines Gewitters mit Starkregen bei Würzburg. Den Rückstand machte er aber in Norddeutschland wieder wett. Den Artikel über die Rekordfahrt in der HZ-Samstagausgabe hatte auch Simon Löw gelesen. Löw stammt aus Darmstadt und zeltet derzeit am Seepark in Kirchheim. Er fährt selbst ein Velomobil wollte Seidel anfeuern. „Holger Go!“ – hatte er extra auf sein Fahrzeug geschrieben.

„Meine täglichen Fahrten ins Büro bestreite ich mit dem Velo, ich brauche eigentlich kein Auto“, erläutert der 21-Jährige. Selbstverständlich ist er auch von Darmstadt nach Kirchheim mit seinem Rad gekommen.
(Hartmut Wenzel)

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