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Irritationen rund um den Abriss der Martinsklause in Bad Hersfeld

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Von: Nadine Meier-Maaz

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Auf dem Gelände der Martinsklause an der Nachtigallenstraße in Bad Hersfeld wird gerade das alte Gebäude der Martinsklause abgerissen..
Die Abrissarbeiten sind im Gange: Auf dem Gelände der Martinsklause an der Nachtigallenstraße in Bad Hersfeld soll Neues entstehen. © Nadine Meier-Maaz

An der Martinsklause in Bad Hersfeld hat Anfang dieser Woche gut sichtbar der Abriss begonnen (wir berichteten). Nun tauchte die Frage auf, ob auch eine Abrissgenehmigung vorliegt.

Bad Hersfeld – Irritationen und Gerüchte gab es nun allerdings rund um eine angeblich fehlende Genehmigung für den Abbruch der an der Nachtigallenstraße (Stadtring) gelegenen Immobilie.

Die Martinsklause war zuletzt unter anderem als Unterkunft für die Mitwirkenden der Oper in der Stiftsruine genutzt worden. Weil es die Oper so nicht mehr gibt und das sanierungsbedürftige Gebäude zu teuer wurde, trennte sich der Arbeitskreis für Musik (AfM) als Veranstalter der Oper und Eigentümer des Objekts jedoch von der Immobilie, für das die Stadt ein Vorkaufsrecht gehabt hätte. Den Zuschlag erhielt Apothekerin und Unternehmerin Saskia Hildwein.

Auf dem Gelände sollen unter anderem Stellplätze für die Kunden der benachbarten Apotheke und einige Mieter im Ärztehaus entstehen. Abends und am Wochenende sollen jedoch auch der AfM beziehungsweise die Besucher der Konzerte im Bach-Haus den Parkplatz kostenfrei nutzen können, wie Hildwein gegenüber der Hersfelder Zeitung erklärt hatte. Des Weiteren sollen auf dem Gelände ein Arzneipflanzengarten und später auch ein „auf Stelzen“ stehender Neubau entstehen, der den Blick auf die historische Stadtmauer gewährleistet.

„Es gibt eine Abrissgenehmigung für die Nebengebäude und Anbauten“, teilte Stadtsprecher Meik Ebert am Mittwoch auf Nachfrage mit. Weitere Informationen, etwa was das Hauptgebäude betrifft, gab es seitens der Stadt zunächst nicht.

„Gültige Abrissgenehmigungen liegen vor“, sagte auch Saskia Hildwein. Sie bestätigte allerdings, dass sich zwischenzeitlich die Obere Denkmalschutzbehörde beim Land Hessen eingeschaltet habe und es am Dienstag einen gemeinsamen Vor-Ort-Termin gegeben habe. Die neue Eigentümerin ist zuversichtlich, dass es wie geplant Schritt für Schritt vorangehen kann. Noch sei man ohnehin gut mit ausräumen beschäftigt.

Einen konkreten Zeitplan für das Vorhaben gibt es mit Blick auf die aktuellen Preissteigerungen sowie den Material- und Handwerkermangel sowieso nicht. Mit der Fertigstellung rechnet Hildwein nicht vor 2023/2024. Der Bereich für die Stellplätze soll vorübergehend erst mal geschottert werden.

Kritik am Abriss des einstigen AfM-Gebäudes äußerten einzelne Leser auch auf der Facebookseite der Hersfelder Zeitung.  (Nadine Meier-Maaz)

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