Nach Fusion mit VR-Bank Nordrhön

Juristische Schritte gegen Ex-Vorstände der Raiffeisen Asbach-Burghaun eingeleitet

Blick zurück: Die Generalversammlung der Raiffeisenbank Asbach-Burghaun beschloss im August 2020 die Verschmelzung mit der VR-Bank Nordrhön. Was die damals angekündigten juristischen Schritte gegen die drei Vorstände ergeben haben, ist derzeit noch unklar. Die Versammlung hatte die drei Bank-Chefs nicht entlastet.  
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Blick zurück: Die Generalversammlung der Raiffeisenbank Asbach-Burghaun beschloss im August 2020 die Verschmelzung mit der VR-Bank Nordrhön. Was die damals angekündigten juristischen Schritte gegen die drei Vorstände ergeben haben, ist derzeit noch unklar. Die Versammlung hatte die drei Bank-Chefs nicht entlastet. Archiv

Gegen die drei Vorstände der früheren Raiffeisenbank Asbach-Burghauner wurden nach der Fusion mit der VR-Bank Nordrhön juristische Schritte eingeleitet.

Asbach/Hünfeld – Rückwirkend zum 1. Januar 2020 war im August 2020 die Raiffeisenbank Asbach-Burghaun unter die bergenden Fittiche der VR-Bank Nordrhön geschlüpft.

Nach den Entscheidungen der General- und Vertreterversammlungen seien inzwischen alle erforderlichen Schritte vollzogen worden, teilt Vorstand Walter Mengel mit. Gegen die drei Vorstände der Asbach-Burghauner Bank wurden juristische Schritte eingeleitet.

„Die Vorstandsmitglieder Carsten Glebe, Thomas Hüttner und Hartmut Schenk haben die Bank unter Beachtung von Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung sowie den Beschlüssen der Generalversammlung nicht ordnungsgemäß geleitet“, hieß es im August nüchtern im Bericht der Prüfer. Die Versammlung entlastete das Trio nicht. Der damalige Asbach-Burghauner Aufsichtsratsvorsitzende Elmar Oss hatte in der Versammlung sein Ehrenwort gegeben, juristisch prüfen zu lassen, ob sich das Vorstandstrio strafbar gemacht habe.

Auf Nachfrage schreibt der VR-Bank-Nordrhön-Vorstand Walter Mengel, die ehemaligen Vorstandsmitglieder Hüttner, Schenk und Glebe seien nicht in der VR-Bank Nordrhön eG beschäftigt. „Alle erforderlichen juristischen Maßnahmen wurden noch vor der Verschmelzung eingeleitet.“ Welcher Art diese Maßnahmen seien, wollte er für die Zeitung nicht erläutern.

Er verwies stattdessen an den Ex-Aufsichtsratsvorsitzenden Oss, der den Aufsichtsrat der Raiffeisenbank Asbach-Burghaun in der Schlussphase geleitet hatte. Doch Oss schrieb auf Anfrage der Hünfelder Zeitung lediglich, dass der von ihm geführte Aufsichtsrat „in einer der letzten Sitzungen vor der Verschmelzung juristische Maßnahmen eingeleitet beziehungsweise beschlossen hat.“ Wie lange sich das hinziehen werde und inwiefern er über die Ergebnisse informiert werde, könne er nicht sagen. „Meinem Wort bin ich somit nachgekommen“, schreibt Oss. Das habe ihm am Herzen gelegen und das sei der Aufsichtsrat wohl auch den Mitgliedern schuldig gewesen.

Er freue sich, dass die Verschmelzung dieses Mal gut funktioniert habe und gut angenommen werde. Damit erinnert Oss an die zum 1. Januar 2020 terminierte Verschmelzung der bis dahin selbstständigen Raiffeisenbank Burghaun mit dem etwa gleich großen Institut in Asbach und Sorga, die sich aber nie wirklich entwickelte. Aufgrund diverser Turbulenzen und Wechsel in den Vorständen wurde dann im Laufe des Jahres 2020 die Verschmelzung des Burghaun-Asbacher Instituts mit der VR-Bank Nordrhön in Hünfeld rückwirkend zum 1. Januar 2020 auf den Weg gebracht.

Auch wenn das Ergebnis der Abstimmung darüber in der Generalversammlung der Raiffeisenbank Asbach-Burghaun mit 642 zu 23 Stimmen überaus klar war, gab es eine Reihe kritischer Nachfragen aus dem Kreis der Bank-Genossen.

Auch seitens der genossenschaftlichen Kontrolleure gab es wenig schmeichelhafte Kommentare: „Das interne Kontrollsystem ist nicht in allen Bereichen angemessen und wirksam“, hieß es unter anderem im Prüfbericht. (Hartmut Zimmermann)

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