Neuansiedlung in Bad Hersfeld geplant

Kaufland-Projekt in Bad Hersfeld muss noch hohe Hürden nehmen

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Für die geplante Neuansiedlung des Einkaufsmarktes am Schlachthof muss der Investor noch Gutachten vorlegen.

Das Kaufland-Projekt in Bad Hersfeld steht vor hohen Hürden: Für die geplante Neuansiedlung des Einkaufsmarktes am Schlachthof muss der Investor noch Gutachten vorlegen.

Gefordert wird zum einen ein Verkehrsgutachten, zum anderem müssen als Erweiterung des bereits erstellten GMA-Gutachtens die Auswirkungen auf die Nachbarkommunen untersucht werden. Das alles soll bereits bis zum nächsten Sitzungszug der Stadtparlamentarier Ende dieses Monats erfolgen. Ein ebenfalls gefordertes städtebauliches Konzept lässt sich so schnell nicht erstellen.

Parallel will die Stadtpolitik die drohende Verlegung des Zerlegebetriebs der Raiffeisen Vieh und Fleisch (RVF) mit rund 40 Arbeitsplätzen nach Bebra abwenden. Zwar hat die RVF ihre Um- und Neubaupläne auf Bitten der Stadt vorläufig zurückgestellt, ist jedoch bei der Standortsuche innerhalb Bad Hersfelds noch nicht fündig geworden.

Der RVF soll nun nochmals ein städtisches Grundstück im Gebwerbegebiet an der Haune schmackhaft gemacht werden, auch unter dem Aspekt, dass der Verkauf von Fleisch und Wurst im neuen Kaufland-Markt erfolgen könne.

Alternativ ist auch das Gelände des jetzigen BayWa-Baumarktes in der Landecker Straße im Gespräch, der seinerseits einen neuen Standort sucht.

Die geforderten Vorleistungen für den Investor der Kaufland-Ansiedlung, den Bad Hersfelder Projektentwickler Rosco, wurden mit der Regionalplanung auf Verwaltungsebene thematisiert. Entscheiden wird über die erforderliche Abweichung vom Regionalplan dann die Regionalversammlung.

Der Stadtverordneten-Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt hat die skizzierte Vorgehensweise einmütig beschlossen.

Das ist Kaufland

Die Einzelhandelskette Kaufland ist Teil der Schwarz-Gruppe, zu der auch der Discounter Lidl gehört. In der Leitung der Konzerne hat sich in vergangener Zeit viel getan: Lidl-Chef Jesper Hojer ist diese Woche nach nur zwei Jahren im Amt  zurückgetreten. Erst im März war Kaufland-Chef Patrick Kaudewitz überraschend gegangen. Auch die Führungsstruktur der Schwarz-Gruppe selbst wurde im März umgebaut.

Von Karl Schönholtz

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