Corona-Hilfen und erste Einsparerfolge stabilisieren Ergebnis

Klinikum Hersfeld-Rotenburg schließt Corona-Jahr 2020 mit schwarzer Null ab

Das Klinikum Hersfeld-Rotenburg, hier eine Luftaufnahme des Bad Hersfelder Klinikumstandorts.
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Das Klinikum Hersfeld-Rotenburg, hier eine Luftaufnahme des Bad Hersfelder Klinikumstandorts.

Das Klinikum Hersfeld-Rotenburg hat das Corona-Jahr 2020 mit einer schwarzen Null abgeschlossen. Dazu haben Bundeszuschüsse, aber auch die eingeleiteten Sparmaßnahmen beigetragen.

Hersfeld-Rotenburg - Das sagt Geschäftsführer Rolf Weigel im Interview mit unserer Zeitung. Zugleich stellt er klar: „Das ist kein Grund, sich jetzt zurückzulehnen.“ Im Jahr 2019 hatte das Klinikum einen Verlust von 14,5 Millionen Euro verbucht.

Obwohl es seit der Landratswahl still geworden ist um das Klinikum, gehe die geplante Restrukturierung weiter. „Bei uns tut sich eine ganze Menge, wir bewegen uns recht gut und forsch bei der Umsetzung unserer Vorhaben und arbeiten zielstrebig am Aufbau neuer Strukturen“, sagt Weigel.

Das bekräftigt auch Landrat Dr. Michael Koch (CDU). „An der Sanierung des Konzerns haben wir intensiv weiter gearbeitet.“ Der Umstrukturierungsprozess sei weit fortgeschritten. „Es ist nicht still geworden, vielmehr sind die unqualifizierten Kritiken verstummt“, sagt er.

Weigel und Koch gehen davon aus, dass das Klinikum trotz des ausgeglichenen Ergebnisses weitere Zuschüsse vom Kreis benötigen wird. „Die strukturellen Probleme der Kliniken bleiben bestehen“, warnt der Landrat. Deshalb dürfe man sich nicht auf dem Erreichten ausruhen. Die derzeitige wirtschaftliche Entlastung sei überwiegend den Corona-Beihilfen sowie dem Impfzentrum geschuldet. „Solange wir zwei Krankenhausstandorte im Kreis haben, werden wir es aus eigener Kraft nicht schaffen, ein wirtschaftlich ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen“, bekräftigt auch Geschäftsführer Weigel. Koch geht davon aus, dass beim geplanten Neubau auch eine Beteiligung des Landkreises notwendig wird. Die Höhe sei derzeit noch nicht absehbar.

Seit der Landratswahl nimmt auch Michael Kochs designierter Nachfolger Torsten Warnecke (SPD) an den Aufsichtsratssitzungen teil, berichtet Rolf Weigel. Dies zeige sein Interesse an dem Unternehmen. Es sei eine „faire Geste“ von Landrat Koch, seinem Nachfolger die Teilnahme an den Sitzungen zu ermöglichen. (Kai A. Struthoff)

Warnecke wird wohl Aufsichtsratschef bleiben

Der designierte Landrat Torsten Warnecke (SPD) will sich noch nicht zum weiteren Sanierungskurs äußern. Die dafür nötigen „Finanzierungszusagen von mehr als 100 Millionen Euro sind bislang nicht erfolgt“, stellt er fest. Er gehe davon aus, dass der notwendige Antrag an das Sozialministerium bald gestellt werde. Der Kreistag plane keine Änderungen im Aufsichtsrat. „Demzufolge wird der Landrat auch in der neuen Legislaturperiode Aufsichtsratsvorsitzender sein.“

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