Wochenend-Kolumne

Zwischen den Zeilen: Weihnachtsmarkt, Dschungel-Camp und ein offener Fall

Christine Zacharias, Autor
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Christine Zacharias, Autorin

In ihrer Kolumne schreibt Redakteurin Christine Zacharias über zukünftige Weihnachtsmärkte, einen Festspiel-Star im Fernsehen und über Helden im Bereitschaftsdienst.

Nun also doch: Der Bad Hersfelder Weihnachtsmarkt soll auch künftig im Stiftsbezirk stattfinden. Das hat der Magistrat der Stadt beschlossen – und viele freut’s. Ganz sicher auch „Cheforganisator“ Markus Heide, denn der hätte den Weihnachtsmarkt am liebsten schon vor ein paar Jahren an die Stiftsruine verlegt.

Nun hatten die Corona-Pandemie und die 2G-Regel zur Verlegung „gezwungen“, und so schlecht war es dann gar nicht. Im Gegenteil. Viele Besucher und auch einige Standbetreiber waren vom Ambiente begeistert und in einem normalem Jahr wäre vermutlich auch die Zahl der Besucher nochmal deutlich höher ausgefallen. Die vielen positiven Rückmeldungen waren es denn auch, die die Entscheidung des Magistrats beeinflusst haben.

Der Weihnachtsmarkt soll dauerhaft am neuen Standort etabliert werden, und es gibt reichlich Ideen, um ihn noch attraktiver zu machen, dabei aber die Innenstadt nicht komplett auszuklammern. Von einer Einbeziehung des Bereichs um Finanzamt und Fruchtmagazin sowie der Stiftsruine selbst ist da die Rede.

Von der Beteiligung örtlicher Vereine etwa durch Musik und Lesungen sowie einer Plattform für die Festspiele, die passend mitten im Weihnachtsgeschäft für ihre Stücke werben könnten. Die Verbindung zum Linggplatz beziehungsweise zur Fußgängerzone sollen ein Lichtband und weitere Attraktionen wie eine Eisstockbahn, ein Kinderkarussell und zusätzliche Glühweinstände schaffen.

So sollen dann verstärkt auch Besucher von außerhalb in die Stadt gelockt werden, was sicher ebenfalls gut für die zunächst skeptischen Händler und Hoteliers in der Innenstadt wäre. Denn wer eine weite Anreise hat, bleibt voraussichtlich nicht nur für einen Glühwein. Löst der Bad Hersfelder Weihnachtsmarkt irgendwann gar die großen bekannten Christkindlmärkte in München, Nürnberg oder Salzburg ab? Das klingt wohl etwas zu schön, um wahr zu sein, aber wer weiß.

Mit wohligem Grusel verfolgt Jahr für Jahr das Fernsehpublikum, wer von den echten und vermeintlichen Promis sich ins Dschungel-Camp gewagt hat, dort Seelenstriptease betreibt und sich allerlei ekelerregenden Prüfungen stellt.

In diesem Jahr ist wieder jemand dabei, den Besucher der Bad Hersfelder Festspiele von der Bühne in der Stiftsruine kennen: Anouschka Renzi. Mit ihrer Schauspielkunst und ihrer offenen Art hat sie im Jahr 2018 – da spielte sie die Anitra in Peer Gynt – die Bad Hersfelder für sich eingenommen. Vielleicht gibt es in diesem Sommer ein Wiedersehen.

Wenn man an diejenigen denkt, die Tag und Nacht und auch am Wochenende in Bereitschaft sind, hat man normalerweise nicht die Mitarbeiter der Stadtwerke im Sinn. Erst dann, wenn kein Wasser mehr aus der Leitung kommt oder der Strom weg ist, stellt man erfreut fest, dass es nicht nur eine Ansage vom Band gibt, sondern echte Menschen, denen man ein Problem mitteilen kann und die dann auch sofort ausrücken und den Schaden beheben – selbst wenn es am Sonntag bis zum späten Abend dauert. Und das auch noch freundlich. Das verdient Lob und Anerkennung!

Seit der Entschärfung einer Bombe in Friedewald im November wird gegen einen 58-Jährigen wegen des Verdachts auf Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt. Wir fragen seither regelmäßig bei der Staatsanwaltschaft Fulda nach dem Sachstand und den näheren Umständen. Bislang lautete die Antwort stets: Die Ermittlungen dauern an. (Christine Zacharias)

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