Platz für 15.000 Besucher

Im Bad Hersfelder Jahnpark entsteht die Sparkassen-Arena für den Hessentag

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Haben einen Plan: Angelo Plate, technischer Projektleiter für die Sparkassen-Arena, die Hessentagssprecherin Kerstin Kleine und die Hessentagsbeauftragte Anke Hofmann (von links) stellen die große Konzertfläche im Jahnpark für den Hessentag in Bad Hersfeld vor. Auf dem Parkplatz vor dem Geistalbad – wo unser Foto entstand – wird die Konzert-Bühne aufgebaut.

Noch stehen Autos auf dem Parkplatz vor dem Geistalbad und die Tore auf dem Sportplatz: Beim Hessentag in Bad Hersfeld sollen dort bis zu 15.000 Besucher feiern. 

Bei dem großen Landesfest vom 7. bis 16. Juni treten in der Sparkassen-Arena die Black Eyed Peas, Rea Garvey, Silbermond, ZZ-Top, Roland Kaiser und die Kelly Family auf. 

Geplant wird die Konzert-Arena, die ihren Namen dem Großsponsor Sparkasse Bad Hersfeld-Rotenburg verdankt, von Angelo Plate als technischem Projektleiter und seiner Firma Saturn Production. Für den Hessentag ist der Meister für Veranstaltungstechnik zum ersten Mal im Einsatz. „Das ist auf jeden Fall eine spannende Aufgabe“, verrät er.

Die gut 30 Meter breite, 15 Meter tiefe und zehn Meter hohe Bühne, auf der die Stars beim Landesfest auftreten werden, wird auf dem Parkplatz Richtung Linggschule aufgebaut, und zwar so, dass sie bis an den Rand des Sportplatzes reicht, der komplett zum Zuschauerbereich wird. Rund 12 000 Quadratmeter umfasst dieser laut Plate, die gesamte Arena ist etwa doppelt so groß.

Der Zuschauerraum: Gastronomie und Schalltürme

Unterteilt wird der Zuschauerbereich in verschiedene Zonen, die durch Gitter abgetrennt werden – ganz vorn „front of stage“ befinden sich die etwas teureren Premiumplätze. In der Mitte werden ein Technik-Regie-Turm und zwei Beschallungstürme aufgebaut, mittig und an beiden Seiten wird die Gastronomie zu finden sein. Abgedeckt werden muss der Sportplatz nach jetzigem Planungsstand nicht. Eine Rollstuhlplattform soll es vor der Geistalhalle geben.

Auch die Sporthalle wird für die Organisation rund um die Arena genutzt. „Zu Spitzenzeiten werden hier bis zu 200 Personen am Tag arbeiten“, erklärt Angelo Plate.

Auf dem Sportplatz im Jahnpark werden während des Hessentags die Konzertbesucher feiern.

Der Backstagebereich liegt in Richtung Schwimmbad

Die Parkplatzfläche hinter der Bühne in Richtung Schwimmbad wird als Backstagebereich sowie für den Auf- und Abbau genutzt. Außerdem können dort Bürocontainer und Generatoren aufgestellt werden.

Die Busse und Lkw kommen über die Homberger Straße und die Straße „Am Schwimmbad“ aufs Gelände. Denn jeder Künstler bringt eigene Technik mit, zum Beispiel für Licht und Bühnenbild. Die Sandflächen auf dem Parkplatz werden laut Plate mit Aluminium- beziehungsweise Lastverteilungsplatten abgedeckt. Für Diskussionen hatte bereits die Entfernung einiger Bäume gesorgt.

Die Vorbereitung: Stolperfallen und Engstellen müssen weg

„Es gilt, Sicherheit und Nachhaltigkeit unter einen Hut zu bringen“, sagt der Planer mit Blick auf die Vorbereitung des Geländes, wobei die meisten Eingriffe nur temporär seien. „Beschädigungen sollen natürlich vermieden werden.“

Im Jahnpark müssten Stolperfallen und Gefahrenquellen beseitigt werden, wie die Seile im Kletterpark. Kleine Verbreiterungen seien an Engstellen bei den Flucht- und Rettungswegen nötig, sodass in Teilstücken Gestrüpp beseitigt und eventuell kleine Flächen aufgeschottert werden müssen. Es würde aber keinesfalls „alles plattgemacht“, widerspricht die Hesssentagsbeauftragte Anke Hofmann entsprechenden Gerüchten.

Gespräche habe es auch mit der Emissionsschutzbehörde des Landkreises und dem Lärmschutzbeirat der Stadt gegeben. 

Der Besuchereingang zur Arena inklusive Ticket- und Taschenkontrolle wird an der Friedrich-Ludwig-Jahn-Straße sein, im Zugangsbereich soll zudem eine Gepäckabgabe eingerichtet werden. Auf das Gelände mitgenommen werden dürfen Taschen und Rucksäcke maximal bis Din-A-4-Größe.

Der Aufbau: Eine Woche für Bühne, Gerüste und Zelte 

Für den Aufbau der Arena rechnet Plate mit rund drei Wochen, wobei der „Kernaufbau“ mit Bühne, Gerüsten und Zelten in etwa einer Woche zu schaffen sei. Begonnen wird zunächst mit der Einzäunung des Geländes und der Verlegung von Kabeln. Der Abbau gehe dann in der Regel schneller, weiß Plate aus Erfahrung.

Eine Informationsveranstaltung zur Sparkassen-Arena soll noch im April stattfinden. Zeit und Ort werden rechtzeitig bekannt gegeben. 

Alle Konzerte unter www.hessentag2019.de. Karten gibt es auch bei der Hersfelder Zeitung.

Offene Fragen zum Geistalbad und Pläne gegen das Parkplatzchaos

Ob das Geistalbad – das direkt an der Sparkassen-Arena liegt – während des Hessentags geöffnet ist oder nicht, steht noch nicht fest. Der Aufsichtsrat der Bädergesellschaft wird – mit Blick auf die Sicherheit und die Kosten – vermutlich in der kommenden Woche darüber entscheiden, teilt der Vorsitzende Gunter Grimm mit, der gleichzeitig aufseiten der Stadt für die Sicherheit beim Hessentag zuständig ist. 

Denn ein Teil des Bades – die Liegewiese – wird für die „Entfluchtung“ benötigt. Um ein Parkchaos rund um die Konzerte zu vermeiden, wird in der Homberger Straße – die den Hauptrettungsweg zur Arena darstellt – laut Grimm ein absoltues Parkverbot eingerichtet und durchgesetzt. 

Es soll allerdings auch eine Aussteigfläche beziehungsweise Kurzzeithaltefläche eingerichtet werden, um zumindest einigen Konzertbesuchern das Aussteigen vor Ort zu ermöglichen. Der nächste große Parkplatz befindet sich am Wehneberg, von wo aus ein Shuttlebus wieder nach unten fährt. Von dem etwa anderthalb Kilometer entfernten Bahnhof aus wird es keinen Shuttleservice geben, so Gunter Grimm. Genutzt werden könnte aber die Linienbusverbindung in Richtung Neuenstein.

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