Sicher ins neue Jahr starten

Kreisbrandinspektor Marco Kauffunger warnt vor illegalen Böllern und Raketen

Symbolbild Feuerwerk
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Symbolbild Feuerwerk

Illegale sowie selbst hergestellte Böller und Raketen können ebenso wie altes Feuerwerk zu schweren Verletzungen führen, warnt Kreisbrandinspektor Marco Kauffunger.

Hersfeld-Rotenburg – Mit Blick auf das in diesem Jahr erneut geltende Verkaufsverbot für Silvesterfeuerwerk warnt Kreisbrandinspektor Marco Kauffunger eindringlich davor, stattdessen illegale Pyrotechnik zu erwerben oder gar zu versuchen, diese selbst herzustellen.

„Feuerwerkskörper und Raketen sind Sprengstoff. Gerade wenn Feuerwerkskörper selbst hergestellt werden oder illegales Feuerwerk verwendet wird, kann es zu schwersten Verletzungen kommen“, verdeutlicht Kauffunger.

Eine vom Landkreis Hersfeld-Rotenburg erlassene Allgemeinverfügung verbietet Feuerwerk im gesamten öffentlichen Raum, insbesondere auf Straßen und Plätzen. Wer noch Raketen und Böller aus den Vorjahren hat, darf diese jedoch auf dem eigenen Grundstück zünden. Um Unfälle zu vermeiden und die Krankenhäuser während der Corona-Pandemie nicht zusätzlich zu belasten, rät der oberste Brandschützer des Kreises davon allerdings dringend ab: „Bei unsachgemäßer Lagerung kann Feuerwerk durch die Aufnahme von Feuchtigkeit unter Umständen seine Funktion verlieren oder langsamer reagieren. Insbesondere bei erneuten Anzündversuchen kann es zu überraschenden Reaktionen und somit leicht zu schweren Verletzungen kommen.

Auch übermäßig trocken aufbewahrtes Feuerwerk kann seine Funktion im Rahmen der erlaubten Grenzen verändern und zum Beispiel schneller als erwartet reagieren“, erklärt Marco Kauffunger.

Auch wenn Kleinstfeuerwerk ganzjährig verkauft werden dürfe, mahnt der Kreisbrandinspektor bei dessen Verwendung auf Silvesterfeiern trotzdem zur Vorsicht: „Beachten Sie die Verwendungshinweise. Wunderkerzen zum Beispiel gehören nicht unbeaufsichtigt in die Hände kleiner Kinder. Sollte trotz aller Vorsichtsmaßnahmen doch etwas passieren, benachrichtigen Sie bei einem Brand oder einem Unfall immer sofort die Feuerwehr und den Rettungsdienst über den Telefonnotruf 112. Lassen Sie das Jahr 2021 geruhsam und sicher ausklingen“, appelliert Marco Kauffunger an die Vernunft.

Erhöhte Polizeipräsenz zu Silvester

Mit Blick auf die Corona-Regeln appelliert auch die Polizei, sich rund um den Jahreswechsel solidarisch zu zeigen und friedlich im kleinen Kreis zu feiern.

Das Polizeipräsidium Osthessen werde in der Silvesternacht die Präsenz – durch uniformierte und zivile Beamte – deutlich erhöhen und für Belange von Bürgerinnen und Bürger ansprechbar sein, heißt es in einer Pressemitteilung. In enger Abstimmung mit den Städten und Gemeinden werde dafür Sorge getragen, dass die Corona-Beschränkungen zum Infektionsschutz auch rund um den Jahreswechsel eingehalten werden. Darüber hinaus werde die Polizei die Allgemeinverfügungen der Kommunen verstärkt kontrollieren. Dazu zähle auch das Feuerwerksverbot an publikumsträchtigen Orten im öffentlichen Raum. „Diese Kontrollen erfolgen in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsbehörden sowie nach der Verordnung der Hessischen Landesregierung zuständigen örtlichen Ordnungsbehörden“, kündigen die Beamten an.

Gemäß den Vorgaben der Regierung hatte der Kreis Hersfeld-Rotenburg eine Allgemeinverfügung erlassen, nach der im gesamten öffentlichen Raum, insbesondere auf Straßen und Plätzen ein Feuerwerksverbot gilt. Damit soll eine zusätzliche Belastung des durch die Pandemie bereits stark geforderten Gesundheitssektors verhindert werden.

Landesweit gilt auch im Freien Maskenpflicht, wenn Abstände nicht eingehalten werden können. Veranstaltungen sind in Innenräumen ab elf bis 100 Personen nur mit 2G-Regelung sowie Abstands- und Hygienekonzept möglich. Ab 101 Personen gilt 2G plus sowie Abstands- und Hygienekonzept. Bei Außenveranstaltungen ist ab elf bis 100 Personen ein Abstands- und Hygienekonzept nötig. Ab 101 Personen gilt: 2G sowie Abstands- und Hygienekonzept. Die maximale Veranstaltungsgröße liegt jeweils bei 250 Teilnehmern.

Sobald die Infektions-Inzidenzen an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 350 liegen, greifen vor Ort zusätzliche „Hotspot-Regelungen“ ab dem nächsten Tag.

Die Allgemeinverfügung zum Feuerwerksverbot gibt es auf der Homepage der Kreisverwaltung: hef-rof.de

Maximal zehn Personen im öffentlichen Raum

Nach den aktuellen Corona-Reglen des Landes Hessen dürfen sich im öffentlichen Raum maximal zehn Personen treffen. Ist eine ungeimpfte Person dabei, gilt: Nur der eigene Haushalt plus maximal zwei Personen eines weiteren Haushalts. Gleiches empfiehlt das Land auch für Treffen im privaten Raum. Außerdem sollte man sich vorher testen lassen. Das Polizeipräsidium Osthessen kündigt zu Silvester verstärkte Präsenz an und appelliert, im kleinen Kreis zu feiern.  (jce)

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