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Kreisstadt Bad Hersfeld sucht neue Wanderwege

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Wandern liegt voll im Trend: 20 zertifizierte Fabelwanderwege wurden in den vergangenen Monaten im neuen Naturpark Knüll angelegt und wollen „angegangen“ werden.
Wandern liegt voll im Trend: 20 zertifizierte Fabelwanderwege wurden in den vergangenen Monaten im neuen Naturpark Knüll angelegt und wollen „angegangen“ werden. © Naturpark Knüll

Bad Hersfeld will das Netz von Wanderwegen rund um die Kreisstadt ausbauen. Das kündigte die neue Bürgermeisterin Anke Hofmann bei der Sitzung des Sport- und Sozialausschusses an.

Bad Hersfeld – „Wir wohnen hier so schön und machen zu wenig daraus“, sagte Anke Hofmann während der Ausschusssitzung. Sie sieht neben der Kultur und der Gesundheit auch das Wandern als wichtigen Faktor für den Tourismus in der Region.

Zuvor hatte die Umweltpädagogin Judith Walz vom Naturpark Knüll einen Vortrag zum Thema Premiumwanderwege gehalten. Initiiert hatte das die Grüne Stadtverordnete Anna Kleine, die selbst als Naturparkführerin im Knüll unterwegs ist. Bad Hersfeld gehört ebenso wie Ludwigsau, Niederaula, Breitenbach/H., Kirchheim, Oberaula, Neuenstein, Alheim, Rotenburg und Bebra zum Naturpark. Gleichwohl wurde beim Vortrag von Judith Walz deutlich, dass die meisten Premiumwanderwege im Knüll sind. „Es gibt aber seitens des Naturparks großes Interesse, diese Lücke zu schließen und im östlichen Teil zwei bis drei weitere Wege zu erschließen“, sagte sie.

Bislang gibt es im Naturpark Knüll, der seinen Hauptsitz auf Schloss Neuenstein hat, 20 sogenannte Fabelwege mit einer Länge von 174 Kilometern. Mehr als 700 Wegweiser, über 5000 Markierungsplaketten und 62 Ruhebänke wurde für Gesamtkosten von 500 000 Euro in einem Kraftakt angelegt und ausgeschildert. Der Name Fabelwege soll auf mit den Touren verknüpfte Fabeln hinweisen, zugleich aber für die fabelhafte Qualität dieser nach strengen Kriterien zertifizierten Wege werben.

In Bad Hersfeld selbst gibt es unabhängig vom Naturpark Knüll derzeit zwei Wanderwege: Den Katharinenweg und den Haukuppenweg am Wehneberg, der lange nicht begehbar war und nun neu konzipiert wurde, wie Franziska Rothenaicher vom Fachbereich Stadtmarketing erläuterte. „Wir sind dabei, weitere Wege zu entwickeln“, berichtete Markus Heide an. Die Grüne Stadtverordnete Anna Kleine erklärte, dass gerade auch bei jungen Leuten das Wandern voll im Trend liege. Sie regte an, künftige neue Wanderwege mit Themen aus Kultur und Geschichte zu verknüpfen.

Der Erste Stadtrat Gunter Grimm betonte, dass bei neuen Wegen auch die Mountainbiker nicht vergessen werden sollen. Bernd Böhle von der FDP schlug einen Workshop zum Thema Anfang 2023 vor.

(Kai A. Struthoff)

Anna Kleine ist Stadtverordnete der Grünen und arbeitet als Naturparkführerin im Knüll.
Anna Kleine ist Stadtverordnete der Grünen und arbeitet als Naturparkführerin im Knüll. © Laura Helliwg

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