Festspiel-Momente

Küssen am Filmset verboten: Elisabeth Lanz kehrt nach Bad Hersfeld zurück

Keine Angst vor großen Tieren: Elisabeth Lanz beim
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Keine Angst vor großen Tieren: Elisabeth Lanz beim Fototermin mit der HZ auf dem Bad Hersfelder Eichhof vor vier Jahren. Als Tierärztin Dr. Mertens steht die Schauspielerin derzeit wieder vor der Kamera. 

Die Bad Hersfelder Festspiele haben einen ganz besonderen Platz im Herzen von Schauspielerin Elisabeth Lanz, die am kommenden Wochenende in die Stiftsruine zurückkehren wird.

„Für mich ist die Stadt wie eine Insel der Seeligen“, sagt die österreichische Schauspielerin, die zurzeit wieder für die beliebte ARD-Serie „Tierärztin Dr. Mertens“ vor der Kamera steht. „Ich liebe Bad Hersfeld und habe die Menschen in mein Herz geschlossen“, erzählt Elisabeth Lanz am Telefon.

Deshalb freut sich die Schauspielerin auch ganz besonders, dass sie am kommenden Wochenende im Rahmen des „Anderen Sommers“ in die Stiftsruine zurückkehren wird. Als Elisabeth Proctor in „Hexenjagd“ und als Katharina von Bora, der Ehefrau des Reformators in „Luther“ stand Elisabeth Lanz dort in den gefeierten Inszenierungen von Dieter Wedel auf der Bühne.

Am Sonntag, 16. August, wird sie bei der ausverkauften Abschlussveranstaltung „Irgendwo auf dieser Welt“ gemeinsam mit Brigitte Grothum und den jungen Darstellern der „Sommernachtsträumer“ Gedichte, Geschichten und Selbstgeschriebenes zu Gehör bringen. Es geht darum, wie sich Journalisten, Dichter, Wissenschaftler – und natürlich die Kinder sich die Welt von morgen vorstellen.

Wegen der strengen Corona-Auflagen gleichen die Dreharbeiten für die „Tierärztin“ Elisabeth Lanz zurzeit einer „Wanderproduktion“. Die neue Staffel wird nämlich nicht nur wie sonst im Zoo von Leipzig, sondern auch in Erfurt, Magdeburg und Halle gedreht. „Ob die Zuschauer das merken werden, weiß ich nicht, aber es wird viel Geschnipsel werden“, berichtet sie mit Blick auf den komplizierten Schnitt der Fernsehserie. Immer wieder werde der Spielfluss unterbrochen und „Kussszenen sind schwierig, wenn man den ganzen Tag maskiert sein muss“, erzählt die charmante Darstellerin mit ihrem leichten österreichischen Akzent. Trotzdem akzeptiert sie die Situation. „Hier ist eine höhere Macht am Wirken, ich halte nichts von Verschwörungstheorien.“

Trotz der strengen Hygienevorgaben freut sie sich, dass ihre Fernsehserie als eine der ersten Produktionen überhaupt weitergeführt wird. „Gerade jetzt brauchen die Menschen etwas Beruhigendes, die Gesellschaft ruft nach Familienformaten.“ Das zeigten ihr die guten Quoten und die viele Fanpost der Tierarzt-Serie, die seit 2003 läuft und bislang sechs Staffeln mit 78 Episoden, einen Spielfilm und ein Special umfasst. Trotz der Corona-Krise hat Elisabeth Lanz anders als viele Kollegen keine Existenzängste. „Ich bin froh, dass ich so viel arbeiten kann.“ Sie erhalte viele Angebote und habe die „Fühler in alle Richtungen ausgestreckt.“

Schwierige Dreharbeiten: Elisabeth Lanz, hier mit ihrem Filmsohn Lennart Bezgen, in Leipzig.

Mit ihrer Familie lebt sie in einem kleinen Ort in Bayern. Elisabeth Lanz schätzt die Zurückgezogenheit im ländlichen Raum, in der Großstadt sei die Infektionsgefahr viel höher. So habe sie die Zeit mit ihrer Familie trotz Corona genossen. Der Hausunterricht ihrer Tochter sei aber für alle eine Herausforderung gewesen. „Ich mache mir seither viel mehr Gedanken um die Themen Bildung und Erziehung“. Lernen sei so wichtig für die Weiterentwicklung unserer Gesellschaft. Dieses Thema werde auch sie weiter beschäftigen.

Zunächst freut sie sich aber auf das Wiedersehen mit vielen Fans und Freunden in Bad Hersfeld und auf „Pizza und ein Glas Weißwein“ auf dem Linggplatz.

Von Kai A. Struthoff

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