Ausstellungthema: „Eindeutig - zweideutig“

Kunstverein präsentiert Mitgliederausstellung in Hersfelder Museum

Gerhard Kimpel und Wolfgang Stache mit einer Arbeit von Elke Schilling beim Aufhängen.
+
„Eindeutig zweideutig“ lautet der Titel der neuen Mitgliederausstellung des Kunstvereins Bad Hersfeld, die zurzeit im Kapitelsaal und in der Galerie im Stift aufgehängt wird. Unser Bild zeigt Gerhard Kimpel und Wolfgang Stache mit einer Arbeit von Elke Schilling beim Aufhängen.

Die Mitglieder des Hersfelder Kunstvereins stellen ihre Werke in der Galerie im Stift aus. Die vielseitigen Gemälde und Installationen sind bis Mitte Februar zu sehen.

Bad Hersfeld – Eindeutig zweideutig sind die Arbeiten, die ab Freitag in der Galerie im Stift im Bad Hersfelder Museum zu sehen sind. Der Kunstverein hat sich dieses Thema schon vor zwei Jahren für seine Mitgliederausstellung gewählt. Im vergangenen Jahr musste sie coronabedingt ausfallen. Dieses Jahr wird sie gezeigt – für das Museum gilt eine 2G-Regelung.

Allerdings kann die für Freitagabend geplante Vernissage nicht stattfinden. Alleine die 38 Künstlerinnen und Künstler, die ihre Bilder und Installationen zeigen, würden den erlaubten Rahmen bei einer Eröffnungsfeier sprengen und dann wäre noch kein einziger Gast dabei, erläutert Wolfgang Stache, Vorsitzender des Kunstvereins.

Ein eigenwilliges Fahrrad hat Maria Wieczorek gestaltet, das zwar über Licht und eine Klingel verfügt, nicht aber über Pedale oder einen Sattel.

Sehenswert ist die Ausstellung trotzdem. Viele der Mitglieder haben auf die aktuellen Entwicklungen reagiert, zeigen ganz neue Arbeiten – einige sogar so frisch, dass die Farbe noch feucht ist, als sie ihre Bilder am Mittwoch zum Hängen abgeben. Um die Gestaltung der Ausstellung kümmert sich das bewährte Hänge-Team des Kunstvereins mit Gerhard Kimpel, Wolfgang Stache, Brigitte Molnar, Christa Orth und aushilfsweise Hildegund Bode.

Auch für sie ist es spannend, wie die Ausstellung sich entwickelt. „Wir suchen erst einmal Plätze für die großen Bilder, danach gestaltet sich das Stück für Stück“, erklärt Christa Orth. Ziel ist, dass jedes einzelne Bild gut zur Geltung kommt, dass es farblich, thematisch oder formal mit den anderen Arbeiten harmoniert oder aber einen anregenden Kontrast bildet. Dazu ist viel Ausprobieren und viel Diskussion nötig.

Ein weiterer Grundsatz des Kunstvereins ist, dass alles gezeigt wird, was abgegeben wird. Eine Bewertung nach Qualität oder Geschmack findet im Vorfeld nicht statt.

Die Ambivalenz der Beziehungen zwischen Menschen und Tieren hat sich Gerlinde Stein zum Thema genommen.

Dementsprechend groß ist die Bandbreite bei den gezeigten Arbeiten, die Vielfalt der Themen und Techniken – und genau das macht die Mitgliederausstellung so interessant. „Nehmen Sie sich Zeit für den Besuch der Ausstellung“ bittet Wolfgang Stache die Kunstfreunde. Seine Rede, die er zur Eröffnung halten wollte, liegt schriftlich im Kapitelsaal aus.

Das Thema „Eindeutig – zweideutig“ habe sich als durchaus kompliziert und anspruchsvoll erwiesen, erklärt Stache. Das Hindurchgehen durch eine Welt neuer Ideen und Vorstellungen habe auch eine meditative Wirkung.

Die Ausstellung ist vom 7. Januar bis zum 16. Februar dienstags bis samstags von 10 bis 12 und von 15 bis 17 Uhr geöffnet sowie sonntags von 11 bis 17 Uhr. (Christine Zacharias)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.