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Ein lautes „Nein!“ zum Krieg in der Ukraine ertönte in Bad Hersfeld

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Von: Christine Zacharias

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Die Schauspieler Schauspieler Simon Mazouri, Matthias Renneisen und Christ Swientek trugen Texte gegen den Krieg vor.
Die Schauspieler Schauspieler Simon Mazouri, Matthias Renneisen und Christ Swientek trugen Texte gegen den Krieg vor. © Steffen Sennewald

Jeden Dienstag und Donnerstag findet am Katharinenturm in Bad Hersfeld eine Kunstaktion „Gegen den Krieg“ mit Lesungen, Musik und anderen Vorträgen statt als Zeichen der Solidarität mit der Ukraine.

Bad Hersfeld - Nach der Begrüßung der zahlreichen Hersfelder, die sich vor dem Katharinenturm versammelt hatten, durch Intendant Joern Hinkel las der Schauspieler Simon Mazouri, der Hauptdarsteller des Eichhof-Stücks „Volpone“, aus „Draußen vor der Tür“ von Wolfgang Borchert die beklemmende Xylophon-Szene von der Übertragung und Rückgabe persönlicher Verantwortung im Krieg.

Zwischen den Texten spielten die Abiturienten Johannes Lübben und Raphael Feick aus dem Leistungskurs Musik der Modellschule Obersberg Prüfungsstücke auf ihrem Saxophonen.

Mathias Renneisen, der als Herr Geier/Voltore in „Volpone“ auftritt, trug anschließend „Alle Tage“ von Ingeborg Bachmann vor: „… und die Nichtachtung jeglichen Befehls“. Das gerade aktuell veröffentlichte Gedicht von Albert Ostermeier „Nach Kiew – für Jurij“ das mit “du kriegst den krieg nicht aus dem kopf… in deiner betroffenheit in deinem safe space“ beginnt, wurde von Christ Swientek vorgelesen, der den Sohn Leo Rabe in „Volpone“ spielt.

Wolfgang Stache vom Kunstverein ließ mit „schtzngrmm“ von Ernst Jandl hörbar werden, wie sich tödliche Maschinengewehrsalven und Granateinschläge aus vokalloser Sprache formulieren lassen. Abschließend trugen die drei Schauspieler Wolfgang Borcherts „Dann gibt es nur eins: Sag Nein!“ vor.   (sen)

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