Montagsinterview mit der neuen Leiterin des Fachbereichs Stadtmarketing

Kurdirektorin Inge Bauer: Bad Hersfeld hat Potenzial

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Sie hat viel vor in Bad Hersfeld: Inge Bauer ist seit Anfang Februar neue Fachbereichsleiterin für Stadtmarketing und zugleich Kurdirektorin der Kreisstadt.

Bad Hersfeld. Seit Anfang Februar ist Inge Bauer Fachbereichsleiterin für Stadtmarketing und Kurdirektorin von Bad Hersfeld. Über ihre Aufgaben und Ziele sprach mit ihr Kai A. Struthoff.

Frau Bauer, der erste Eindruck ist oft der beste. Was fällt Ihnen als Tourismusexpertin an Bad Hersfeld auf? 

Inge Bauer: Die Stadt ist sehr vielschichtig und eignet sich daher gut für den Städtetourismus. Mit der Schilde-Halle, der Stadthalle und dem „wortreich“ gibt es interessante Veranstaltungsorte. Die zentrale Lage ist für Gäste sehr entscheidend. Ein wichtiger Partner bei der Vermarktung ist auch die Grimm-Heimat. Begeistert bin ich von dem Branchenmix der Einkaufsstadt. Beim Bettenangebot fehlt vielleicht noch die breite Streuung, zum Beispiel bei Privatbetten. Aber die Stadt hat ein vielfältiges Potenzial.

Ihre Arbeitsbeschreibung liest sich ein wenig so als wären Sie die berühmte eierlegende Wollmilchsau. Wie wollen Sie all die verschiedenen Aufgaben, zwischen Kur, Tourismus, Stadtmarketing und indirekt auch den Festspielen unter einen Hut bringen? 

Bauer: (lacht) Es ist ganz normal, dass jeder dieser Zuständigkeitsbereiche eigene Interessen verfolgt. Das muss und darf aber kein Gegeneinander sein. Im Gegenteil. In unserer wöchentlichen Marketingrunde überlegen wir zum Beispiel gerade gemeinsam, wie wir das Potenzial der Stadt noch stärker vermarkten können, damit der Gast länger in der Stadt verweilt. Dabei arbeiten Gastronomie, Hotellerie, aber auch die Festspiele Hand in Hand. So wollen wir zum Beispiel auf Fachmessen ganz gezielt Reiseveranstalter ansprechen.

Sie hatten ja bereits angedeutet, dass Sie Bad Hersfeld auch durch Angebotspauschalen attraktiver machen wollen. Was meinen Sie damit genau? 

Bauer: Es geht dabei um eine spezielle Vertriebsschiene von Reiseveranstaltern über deren Kataloge oder Homepage. Das lässt sich sicher nicht mit Musicalreisen nach Hamburg oder Berlin vergleichen. Aber gerade mit den Festspielen gibt es auch hier ein großes Potenzial.

Sie sind auch Kurdirektorin – aber es gibt kaum Kurgäste. Sind dieser Titel und die damit verbundenen Aufgaben nicht eigentlich überholt? 

Bauer: Die Kur an sich ist sicher nicht überholt, auch wenn sich die finanzielle Situation für die Versicherten verändert hat. In Bad Hersfeld ist die Kur natürlich nur ein kleiner Baustein im Gesamtangebot. Ambulante Kuren spielen inzwischen eine kleinere Rolle. Aber wir prüfen gemeinsam mit der Vitalisklinik und den Badeärzten, ob man hier nicht doch neue Angebote schaffen kann. Kapazitäten für ambulante Kurgäste gibt es wohl noch, vielleicht wäre hier eine Zusammenarbeit mit den Betriebskrankenkassen und mit den örtlichen Hotelbetrieben möglich.

 

Das vollständige Interview lesen Sie am Montag in der gedruckten Ausgabe und im E-Paper.

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