Gemeinsame Erklärung

Landräte gegen Suedlink-Trasse auf hessischem Gebiet

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Die Landräte der Kreise Hersfeld-Rotenburg, Werra-Meißner, Fulda und Main-Kinzig sprechen sich gegen eine Stromtrasse aus. (Symbolbild)

Hersfeld-Rotenburg. Die Landräte der Kreise Hersfeld-Rotenburg, Werra-Meißner, Fulda und Main-Kinzig sprechen sich gegen einen Verlauf der Suedlink-Trasse durch Hessen aus. 

Vor der Bekanntgabe des vorläufigen Verlaufs der Suedlink-Trasse durch den Netzbetreiber Tennet haben sich die Landräte der Kreise Hersfeld-Rotenburg, Werra-Meißner, Fulda und Main-Kinzig klar gegen einen Trassenverlauf auf hessischem Gebiet ausgesprochen. In einer gemeinsamen Pressemitteilung betonen sie, dass alle Möglichkeiten für den Verlauf des späteren Trassenkorridors berücksichtigt werden müssten.

„Unsere Bürger sind bereits jetzt durch Autobahnen, Eisenbahnstrecken und Stromleitungen stark belastet“, argumentiert Hersfeld-Rotenburgs Landrat Dr. Michael Koch: „Wie stark unsere Landwirte durch die Trasse beeinträchtigt werden, lässt sich bislang nur vermuten.“

Existenzen könnten auf dem Spiel stehen

Im Extremfall, ergänzt Werra-Meißners Landrat Stefan Reuß, stünden Existenzen auf dem Spiel. „Bereits durch die geplante ICE-Neubaustrecke müssen die Bürger in unseren vier Landkreisen zukünftig weitere Eingriffe hinnehmen“, so Koch weiter: „Ich warne davor, die Kumulation der Belastungen unserer Bürger durch Infrastrukturmaßnahmen zu unterschätzen.“

Die vier Landräte setzen daher auf die Objektivität der nun planenden und entscheidenden Gremien für Suedlink. „Aus unserer Sicht sprechen die besseren Gründe für eine Trassenführung außerhalb unserer Landkreise“, sind sich die Landräte einig.

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