Immer da, wenn Hilfe nötig ist

Landrat Warnecke besucht die, die an Weihnachten im Kreis Hersfeld-Rotenburg Dienst tun

Landrat Torsten Warnecke (rechts) besucht auf seiner Weihnachtstour auch  die Rettungswache des DRK in Bad Hersfeld.
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Landrat Torsten Warnecke (rechts) besucht auf seiner Weihnachtstour diejenigen, die für die Allgemeinheit arbeiten, unter anderem die Rettungswache des DRK in Bad Hersfeld. Unser Bild zeigt (von links) Björn Wettlaufer, Frieder Enders, Bereitschaftsarzt Matthias Lotz, DRK-Vorsitzenden Gunter Müller, Annalena Mehlstäubl, Jana Keßler, Dennis Groß, Juhl Mawick, Lara Fink und Matthias Claus.

Sie sorgen dafür, dass auch am Heiligen Abend Hilfe bekommt, wer Hilfe benötigt: die Mitarbeiter von Polizei und Rettungsdienst, Krankenhäusern und Altenheimen.

Bad Hersfeld - Ihnen allen sprach Landrat Torsten Warnecke (SPD) bei der traditionellen Heiligabendtour seinen Dank und seine Anerkennung aus für die Belastungen, die sie auf sich nehmen, um auch an den Feiertagen für Sicherheit und Gesundheit zu sorgen.

Von den Polizeibeamten, zum Beispiel, arbeiten viele zwei Schichten an diesem Heiligen Abend. Sie machen den Frühdienst, fahren dann nach Hause, um ein paar Stunden zu schlafen , und sind abends für die Spätschicht wieder da. Dann ist es vermutlich auf den Autobahnen im Kreisgebiet, die von der Autobahnpolizei von Herleshausen bis Homberg/Ohm, von Kirchheim bis Homberg/Efze betreut werden, relativ ruhig.

Dafür ist die Spätschicht i den Rettungswachen und Polizeistationen darauf eingestellt, möglicherweise mit Familienstreitigkeiten, alkoholbedingter Gewalt und Verzweiflungstaten aus Einsamkeit zu tun zu haben. Den Herausforderungen des Dienstes auch zu ungewöhnlichen Zeiten stellen sich die Polizisten, Retter und Pflegekräfte mit Gelassenheit: „Das ist halt so, da gwöhnt man sich dran“, erklärt Dienstgruppenleiterin Heike Siebold von der Autobahnpolizei dem Landrat.

In der DRK-Rettungswache in Bad Hersfeld tun auffallend viele junge Kräfte Dienst. Das liege zum einen daran, dass dort viel ausgebildet werde, betont Rettungsdienstleiter Björn Wettlaufer, zum andern übernähmen aber vor allem diejenigen, die keine kleinen Kinder hätten, den Weihnachtsdienst.

In den Krankenhäusern und Altenheimen müssen die Patienten und Bewohner auch während der Feiertage gepflegt und versorgt werden und Ärzte bereitstehen. Auch ihnen dankt der Landrat.

Vor der Bahnhofsmission in Bad Hersfeld werden außer dem warmen Festessen auch Plätzchen und kleine Geschenke an Bedürftige ausgegeben.

Bei der Bahnhofsmission in Bad Hersfeld sind zur Mittagszeit viele Freiwillige im Einsatz. Die traditionelle Weihnachtsfeier muss zwar coronabedingt ausfallen, das Festessen gibt es aber trotzdem. Karsten Hess vom gleichnamigen Landgasthof in Aua hat Schweinebraten mit Wirsing und Klößen zubereitet – für diejenigen, die kein Schweinefleisch essen, gibt es Kalbsgulasch - und als Nachtisch für alle Vanillepudding mit Kirschen. Hess zaubert schon seit über 30 Jahren ein Weihnachtsmenü für Wohnungslose, Einsame und Bedürftige bei der Bahnhofsmission und serviert es selbst, obwohl seine eigene Gaststube in der Regel an Heiligabend brechend voll ist. Beherzt schöpft er großzügige Portionen in die Styropor-Behälter.

Außerdem erhält jeder eine große Kiste mit Plätzchen und anderen Leckereien, die eine heimische Großbäckerei gespendet hat, eine Tüte mit kleinen Geschenken und andere Dinge. Außer dem Landrat schaut hier auch Bürgermeister Thomas Fehling vorbei, um den freiwilligen Helfer für ihren Einsatz zu danken, der zumeist ehrenamtlich erfolgt.

Ob die Hoffnung auf ruhige, friedliche Feiertage sich auch für sie erfüllt, das wissen die Helfer zu diesem Zeitpunkt noch nicht. (Christine Zacharias

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