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Landschaftspflegeverband des Kreises nimmt offiziell seine Arbeit auf

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Verbunden durch die Liebe zur Natur: Die neue Geschäftsführerin Dorothea Thielen (Mitte) und ihre Kollegin Lena Gothe mit dem Vorstand des Landschaftspflegeverbands von links Karl-Heinz Humburg, Horst Taube und Harald Preßmann. Im Hintergrund rechts der Erste Kreisbeigeordnete Dirk Noll und Regionalmanagerin Sigrid Wetterau.
Verbunden durch die Liebe zur Natur: Die neue Geschäftsführerin Dorothea Thielen (Mitte) und ihre Kollegin Lena Gothe mit dem Vorstand des Landschaftspflegeverbands von links Karl-Heinz Humburg, Horst Taube und Harald Preßmann. Im Hintergrund rechts der Erste Kreisbeigeordnete Dirk Noll und Regionalmanagerin Sigrid Wetterau. © Kai A. Struthoff

Begleitet von guten Wünschen und warmen Worten hat gestern der neu gegründete Landschaftspflegeverband (LPV) des Kreises Hersfeld-Rotenburg offiziell seine Arbeit aufgenommen.

Hersfeld-Rotenburg – Zu einem kleinen Festakt in der Geschäftsstelle in der Bad Hersfelder Leinenweberstraße waren zahlreiche Bürgermeister, Vertreter der Landwirte und Naturschützer im Kreis sowie Repräsentanten der Kreisverwaltung und des Regierungspräsidiums gekommen.

Als Geschäftsführerin fungiert die 36-jährige Dorothea Thielen. Die Diplom-Biologin stammt aus Hauneck und bringt viel Erfahrung im Naturschutz von ihren früheren Wirkungsstätten beim Landschaftspflegeverband in Bad Kissingen und beim Kreis Fulda mit.

Ihr zur Seite steht Lena Gothe, die von der Kreisverwaltung zum LPV wechselt. Dorothea Thielen sagte in ihrer Begrüßungsrede, sie wünsche sich, dass sich der LPV schnell etablieren und gut vernetzen werde, weiter wachse und mit seiner Arbeit viel Fördergeld für die Belange der Landschaftspflege akquirieren könne. „Durch die Arbeit unseres Verbands sollen sich noch mehr Menschen für die ihre Heimat und die Natur begeistern“, sagte Dorothea Thielen.

Zuvor hatte der Vorsitzende des Verbands, Haunecks früherer Bürgermeister Harald Preßmann, an den langen und holprigen Weg erinnert, der nun endlich zur Gründung des Verbands geführt hat.

Er hat derzeit 30 Mitglieder und soll künftig Aufgaben der Landschaftspflege in Abstimmung mit den beteiligten Partnern koordinieren und vor allem die Verbesserung der Pflege wertvoller Flächen im Kreisgebiet, die Förderung der biologischen Vielfalt, die gleichberechtigte Zusammenarbeit von Kommunen, Landwirtschaft und Naturschutz sowie die Wissensvermittlung koordinieren und vorantreiben.

Gestartet wird mit zehn Städten und Gemeinden, elf landwirtschaftlichen Verbänden und Betrieben sowie neun Vereinen und Verbänden des Naturschutzes. Sieben weitere Kommunen wollen dem Verband im neuen Jahr beitreten.

„Ich bin sehr froh, dass es jetzt endlich losgehen kann, der Landschaftspflegeverband soll ein Erfolg für den ganzen Landkreis werden“, sagte Preßmann, dessen Stellvertreter der Kreislandwirt Horst Taube und der Naturschützer Karl-Heinz Humburg von der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON) sind.

Für die Bürgermeister im Landkreis gratulierte Niederaulas Rathauschef Thomas Rohrbach zum Start des LPV und hoffte, dass auch noch weitere Kreiskommunen dem Verband beitreten werden. Rohrbach würdigte zugleich die Vorarbeit durch Regionalmanagerin Sigrid Wetterau, die dazu beigetragen hat, dass zahlreiche bürokratische Hürden genommen werden konnten.

Sigrid Wetterau erinnerte daran, dass schon bei ihrem Amtsantritt im Jahr 2008 die Gründung eines Landschaftspflegeverbands im Leader-Konzept des Kreises verankert war. „Wir haben lange gebraucht, um in Schwung zu kommen“, räumte sie ein und überreichte Dorothea Thielen symbolisch einen Granatapfel. Der sei schwer zu knacken, aber sie hoffe, dass es der LPV-Geschäftsführerin schnell gelingen werde, die darin enthaltenen Früchte zusammenzubringen. (Kai A. Struthoff)

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