Kultusminister verweist auf das Beamtenrecht

Kultusminister Lorz verteidigt Schulleiterauswahl

Bad Hersfeld. Hessens Kultusminister Dr. Alexander Lorz (CDU) hat bei einem Besuch des Schulzentrums Obersberg das Vorgehen seines Ministeriums bei der Besetzung von Schulleiter-Posten verteidigt.

„Schulleiter werden nicht demokratisch gewählt, sondern es geht einzig und allein um Noten, Berufserfahrung und Befähigung“, sagte der Minister, der auf Einladung der CDU-Kreistagsfraktion in Bad Hersfeld war.

Konkret geht es um die Besetzung des Schulleiterpostens an der Werratal-Schule, aber auch um die Leitung der Beruflichen Schulen (BSO) in Bad Hersfeld. Dieser Posten ist bereits seit über zwei Jahren vakant. Der kommissarische Schulleiter der BSO, Dr. Ullrich Schneider, hatte den Minister auf die unhaltbare Situation ohne Schulleiter hingewiesen. Auch CDU-Landratskandidat Dr. Michael Koch problematisierte das Thema.

Kultusminister Lorz verwies auf die strengen Vorgaben des Beamtenrechts, bei dem es ausschließlich um dokumentierte Leistungen und nicht um persönliche Bewertungen gehe. Er räumte aber ein, dass beim ersten Auswahlverfahren für den Posten an der BSO „nicht alles optimal“ gelaufen sei. Jeder habe aber das Recht zu Klagen. Allerdings habe sein Ministerium in beiden Fällen keinen Einfluss auf die Dauer des Gerichtsverfahrens. Lorz versicherte aber: „Niemand hat versucht bei der Besetzung etwas zu schieben.“ (kai)

Mehr über den Besuch des Kultusministers an den Obersbergschulen lesen Sie morgen in der gedruckten Ausgabe der HNA Rotenburg Bebra.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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