Sorgen um Lärm, Wasser und Landschaft

Magistrat kritisiert Pläne für neue Bahntrasse durch das Geistal

Bad Hersfeld. Auch der Magistrat der Kreisstadt hat sich jetzt kritisch zu den Plänen für eine neue Bahntrasse durch das Geistal geäußert.

„Es ist für die Region absolut wichtig, den Haltepunkt Hersfeld für den schnellen Personenverkehr zu erhalten“, heißt es in der Stellungnahme. Zahlreiche Pendler aus dem Kreisgebiet nutzten die Bahn, um zu ihrem Arbeitsplatz in den Ballungsräumen zu kommen. Auch die zentrale Funktion als Mittelzentrum mit teilweiser oberzentralen Funktion von Bad Hersfeld sei im Landesentwicklungsplan und dem Regionalplan festgeschrieben. Deshalb fordert die Stadt den Erhalt des IC und ICE-Bahnhofs.

Zudem sorgt sich der Magistrat in der Stellungnahme über ein weitere Zunahme des Verkehrlärms und kritisiert die Zerstörung des Landschaftsbilds, sowie die „Bedrängung der Ortsteile Allmershausen und Heenes durch das Neubauprojekt“. Außerdem sei durch die neue Trasse mit ihren Tunnel- und Brückenbauwerken die Sicherheit der Trinkwassergewinnung für Bad Hersfeld und die Neuenstein substanziell gefährdet.

Bestehende Strecke prüfen

Der Magistrat regt an, statt der neuen Trasse einen Ausbau der bereits vorhandenen Bahnstrecke erneut zu untersuchen. „Auch wenn diese Variante für die Gesamtbetrachtung der Neubaustrecke nicht zum Zuge kam, mag sie als reine Entlastung für den Abschnitt Fulda-Eisennach-Erfurt interessant sein. Zudem könnte mit dem Ausbau der alten Trasse auch viel für die vom Verkehrslärm betroffenen Anrainergemeinden erreicht werden“, heißt es in der Stellungnahme. Die Stadt stehe zu Gesprächen bereit, um eine „verträgliche Lösung“ zu erarbeiten.

Rubriklistenbild: © dpa

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