Ein Mann für viele Rollen

Mathias Schlung ist das Multi-Talent der Bad Hersfelder Festspiele

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Mathias Schlung ganz privat: Bei den Festspielen schlüpft er in ganz viele verschiedene Rollen.

Ein Mann für viele Rollen: Schauspieler Mathias Schlung ist so etwas wie das Multi-Talent der Bad Hersfelder Festspiele. 

Er spielte zwei Jahre lang den Steward im Musical „Titanic“, er ist dieses Jahr der Gerichtsdiener in „Der Prozess“, und im Familien Musical „Emil und die Detektive“ wechselt er gleich in zehn Rollen von einem Charakter in den nächsten und versucht jeder Figur etwas Prägendes zu verleihen. Mathias Schlung ist so etwas wie das Multi-Talent der Bad Hersfelder Festspiele, der Mann für viele Rollen, und eine kommt am letzten Abend der Spielzeit noch hinzu: Am 1. September wird er gemeinsam mit Katharine Mehrling das „Finale furioso“, die große Abschluss-Gala mit Musik, Tanz und Texten moderieren.

Und trotz dieser Vielseitigkeit ist für Mathias Schlung diesmal eine ganz neue Erfahrung hinzugekommen: Für Kinder hat er schon ein paarmal gespielt, mit Kindern aber bisher noch nie. „Das war eine echte Herausforderung“, erinnert er sich an die aufreibende Probenzeit, denn natürlich sei die Konzentration bei jungen Kolleginnen und Kollegen eine andere als bei erwachsenen Profis.

Auch hätten die gesetzlichen Regelungen zur „Kinderarbeit“ einen engen Rahmen gesteckt. „Auf der anderen Seite haben die Kinder eine überbordende Lebhaftigkeit. Und die steckt an“, erzählt Schlung. Außerdem bescheinigt er Emil, Gustinchen und alle den Detektiven eine „bewundernswerte Authentizität, die sich Theaterprofis erst hart erarbeiten müssen“. Und die Arbeit mit Kindern halte jung.

Zwischendurch habe es aber durchaus mal Zweifel gegeben, ob das hoch gesteckte Ziel erreicht werden kann. Schließlich sollte das Musical nicht nur gut gemeint, sondern auch gut gemacht sein. Doch das Engagement aller Beteiligten bis zur letzten Minute vor der Premiere habe es möglich gemacht. Seitdem werden Emil & Co. vom Publikum gefeiert – und Mathias Schlung in all seinen Rollen mittendrin. „Das festigt sich von Vorstellung zu Vorstellung“, sagt er, und ja, da spiele auch Erleichterung mit.

Der Gala-Abend am 1. September, in dessen Rahmen dann auch der Zuschauerpreis verliehen wird, ist für ihn ein Höhepunkt des Sommers. „Es ist der Abschluss einer Zeit, die ich sehr genossen habe“, sagt Schlung.

Gemeinsam mit Katharine Mehrling stellt er ein Programm zusammen, das im glamourösen Rahmen auch dem Orchester unter Christoph Wohlleben Raum zur Entfaltung geben wird. Kollegen aus dem Musical und den Schauspielen studieren dafür extra Songs und Texte ein. „Das wird im positiven Sinen sentimental“, sagt Schlung.

Wenn die Festspielsaison in Bad Hersfeld für dieses Jahr dann endgültig vorbei ist, geht es für ihn fast nahtlos weiter: Unter der Regie von Stefan Huber wird Schlung an der Komischen Oper in Berlin in „Roxy und ihr Wunderteam“ zu sehen sein, dann in einem Kindermusical an der Semperoper in Dresden und danach mit Bettina Mönch (die Sheila im Festspiel-Musical „Hair“) in Guys’n Dolls“ in Graz.

Und im nächsten Sommer wieder Bad Hersfeld? Mathias Schlung hätte nichts dagegen. ks

Quelle: Hersfelder Zeitung

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