Hilfe bei der Wohnungssuche

Mehr Platz: Wohnraumhilfe Bad Hersfeld ist jetzt in der Güldenen Kammer zu finden

Geschäftsführerin Regina Lang  von der Wohnraumhilfe Bad Hersfeld zeigt die neuen Räume.
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Neue Heimat: Die Wohnraumhilfe Bad Hersfeld ist umgezogen. Die Büro- und Beratungsräume sind nun an der Güldenen Kammer 6 in Bad Hersfeld zu finden. Geschäftsführerin Regina Lang freut es.

Bei der Suche nach Wohnraum als neuer Heimat unterstützen die Mitarbeiter der Wohnraumhilfe Bad Hersfeld ihre Klienten. Jetzt hat auch der Verein eine neue Heimat.

Bad Hersfeld - Die Wohnraumhilfe ist mit ihren Büro- und Beratungsräumen vom Frauenberg in die Güldene Kammer umgezogen. Auf 160 Quadratmetern haben die inzwischen acht Beschäftigten nun nicht nur mehr Platz, die hellen und freundlicheren Räume können auch flexibler genutzt werden. Zudem bieten sie bessere Möglichkeiten für vertrauliche Gespräche und Arbeiten, bei denen es um Datenschutz geht, erklärt Geschäftsführerin Regina Lang.

Der neue „Multifunktionsraum“ kann für Besprechungen in größerer Runde ebenso genutzt werden wie für kleinere Verstaltungen und Gruppenangebote, wenn diese coronabedingt wieder möglich sind. In die technische Ausstattung wurde ebenfalls investiert. So haben alle Mitarbeiter jetzt eigene Laptops, zuvor mussten sie sich vier PCs teilen. Auch ein Beamer und eine Leinwand stehen bei Bedarf künftig zur Verfügung. Komplett barrierefrei sind zwar auch die neuen zum Großteil im Erdgeschoss gelegenen Räumlichkeiten noch nicht, immerhin entfalle jedoch nun die lange und steile Treppe ins Obergeschoss, die für eingeschränkte und ältere Menschen sehr beschwerlich gewesen sei, so Lang. Geplant ist, für den Eingangsbereich draußen noch eine mobile Rampe anzuschaffen, sodass auch Rollstuhlfahrer oder Klienten mit Rollator die neue Anlaufstelle erreichen können.

Mehr Platz für Veranstaltungen und Besprechungen in größerer Runde bietet der helle Multifunktionsraum der Wohnraumhilfe.

Vor dem Haus stehen jetzt zwei Parkplätze zur Verfügung und im Sommer kann laut der Geschäftsführerin ein kleiner Garten mitgenutzt werden. Die Wohnraumhilfe ist in dem Haus an der Güldenen Kammer 6 Mieter. Einen Großteil der Renovierungsarbeiten haben die Mitarbeiter sowie zwei eigens mit Minijob angestellte Klienten selbst erledigt. Einige kleinere Restarbeiten stehen noch aus.

An der telefonischen Erreichbarkeit des Vereins hat sich mit dem Umzug nichts geändert. Für persönliche Gespräche stehen die Berater nach Vereinbarung oder mit etwas Glück auch spontan zur Verfügung.

In den alten Räumen Am Frauenberg 42 ist bereits eine weitere Übergangswohnung eingerichtet worden – zum Großteil mit Spenden –, sodass drei wohnungssuchende Menschen mehr zeitweise unterkommen können. Außerdem soll dort noch ein sogenanntes Krisenzimmer entstehen, das dann zum Beispiel bei Problemen in der Familie oder Streit in einer Wohngruppe akut und kurzzeitig zur Verfügung steht.

Man sei schon länger auf der Suche nach größeren Räumlichkeiten gewesen, berichtet Lang. Als sie angefangen habe, habe es nur drei Mitarbeiter gegeben, jetzt sind es acht. Der Verein betreut etwa 50 Klienten, eine Warteliste gibt es fast immer. Fast genauso viele Mitglieder hat der Verein, dessen Arbeit unter anderem über den Landeswohlfahrtsverband, Mitgliedsbeiträge, Geldbußenzuwendungen und Spenden finanziert wird.

Die Wohnraumhilfe berät, betreut, begleitet und unterstützt Menschen im gesamten Landkreis, die Probleme bei der Wohnungssuche haben – oft stecken Schulden, psychische oder körperliche Erkrankungen dahinter. Mittlerweile verfügt der Verein auch über Übergangswohnungen, die gleichzeitig als Wohntraining dienen sollen.

Kontakt: wohnraumhilfe-hef.de, 06621/ 966 358 (Regina Lang), info@wohnraumhilfe-hef.de (Nadine Meier-Maaz)

Lesen Sie auch folgendes Interview: Geschäftsführerin der Bad Hersfelder Wohnraumhilfe: „Keiner ist freiwillig obdachlos“

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