Engpässe nicht ausgeschlossen

Mehr Spender trotz Corona - Kein Blutmangel im Kreis Hersfeld-Rotenburg

Eine Mitarbeiterin entnimmt einem Spender eine Blutspende.
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Eine Mitarbeiterin entnimmt auf diesem Symbolbild eine Blutspende.

Immer wieder wird vor einem Mangel an Blutspenden gewarnt. Im Landkreis Hersfeld-Rotenburg gibt es derzeit aber keine Probleme. Hier ist die Zahl der Spender sogar gestiegen.

Hersfeld-Rotenburg – Vor Blutknappheit haben kürzlich der Bundesgesundheitsminister und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung mit Blick auf die Corona-Pandemie, die Urlaubszeit und die Flutkatastrophe gewarnt. Für seinen Zuständigkeitsbereich kann Eberhard Weck, Werbeleiter und Pressesprecher des DRK-Blutspendediensts Baden-Württemberg/Hessen, das aktuell aber nicht bestätigen.

Im Kreis Hersfeld-Rotenburg ist die Zahl der Blutspenden zuletzt sogar stetig gestiegen.

Im gesamten Landkreis wurden dieses Jahr zwischen Januar und Ende Juli 4075 Blutspenden registriert. Im gleichen Zeitraum des Jahres 2020 waren es 3944. 3781 Blutspenden wurden im Jahr 2019 gezählt und 2018 waren es im Vergleichszeitraum 3666. Der Juli 2021 sei zudem hessenweit der stärkste Juli seit 2014 gewesen.

Eberhard Weck, DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg/Hessen

Allerdings dürfe man sich von den Gesamtzahlen nicht täuschen lassen, warnt Weck. Denn auch wenn es im Durchschnitt gut laufe, könne es temporär Probleme geben – so werde es zum Beispiel regelmäßig vor Weihnachten, zu Beginn des Frühlings und in den Ferien eng, wenn die Menschen „anderweitig beschäftigt“ seien. Gleichzeitig steige die Zahl der Spenden in der Regel nach „großen Lagen“, wie jetzt die Flutkatastrophe. „Aber man weiß nie, was in drei Wochen ist“.

Seit Beginn der Pandemie waren Blutspenden immer möglich – mit Terminreservierung, Hygienekonzept und in Absprache mit den lokalen Behörden. „Die Spender haben sich sicher gefühlt“, sagt Weck zur Spendenbereitschaft in den vergangen 16 Monaten. Allerdings sei während des Lockdowns auch der Bedarf an Blut zurückgegangen, da viele nicht dringende OPs verschoben wurden. Was aber wiederum zu einem sprunghaften Anstieg geführt habe, als diese nachgeholt wurden. „Es kommt nicht darauf an, möglichst viel Blut zu haben, sondern genauso viel, wie benötigt wird“, so Weck. Denn Blutkonserven sind nicht unbegrenzt haltbar. Ziel sei ein Vorrat für drei bis vier Tage. Kritisch werde es, wenn er auf einen Tag zurückfalle.

Blut, das im Kreis Hersfeld-Rotenburg gespendet wird, wird in Frankfurt untersucht und aufbereitet und dann im Land verteilt. (Nadine Meier-Maaz)

Mehr Männer als Frauen spenden Blut

Von 114 314 Blutspendern in ganz Hessen waren im ersten Halbjahr 2021 knapp 55 Prozent männlich. Und auch in den Jahren davor haben mehr Männer als Frauen gespendet (1. Halbjahr 2020: 54,84 und 1. Halbjahr 2019: 57,74 Prozent). Das Durchschnittsalter aller Spender lag im ersten Halbjahr 2021 bei 45,4 Jahren (2020: 45,5: 2019: 46,2). Das der Erstspender betrug 31,4 Jahre (2020: 32,1; 2019: 30,9 Jahre). (red/nm)

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