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Mehr Telefon-Betrüger im Landkreis Hersfeld-Rotenburg aktiv

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Von: Laura Hellwig

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Symbolbild Telefonbetrug
Auch im Landkreis Hersfeld-Rotenburg werden vor allem Senioren in jüngster Zeit von vermeintlichen Polizisten angerufen. Die Betrüger wollen die Angerufenen um ihre Ersparnisse und ihre Wertsachen bringen. © Julian Stratenschulte/dpa

Derzeit kommt es laut Polizei vermehrt zu Anrufen durch falsche Polizeibeamte bei Bürgerinnen und Bürgern aus dem Landkreis Hersfeld-Rotenburg.

Hersfeld-Rotenburg – Bisher erkannten alle Angerufenen den Betrug und beendeten die Telefonate frühzeitig, sodass kein Schaden entstand. Dennoch sensibilisiert die Polizei Osthessen hinsichtlich des Phänomens des „Falschen Polizeibeamten“ am Telefon in einer Pressemitteilung.

Im Fall des versuchten Betrugs handele es sich um eine Rufnummer mit örtlicher Vorwahl, manchmal sogar die 110. Der Anrufer stelle sich als Polizeibeamter der örtlichen Dienststelle vor, was unmöglich ist, denn der Notruf kann nur angerufen werden und nicht raus telefonieren. Mittels technischer Hilfsmittel könnten Betrüger jede gewünschte Rufnummer – ob existent oder nicht – auf dem Telefondisplay ihrer Opfer anzeigen lassen.

Bei dem Telefongespräch behaupten die Betrüger, Einbrecher seien in der Nachbarschaft des Angerufenen unterwegs. Die Polizei habe bereits einige der Täter festgenommen. Einer der Festgenommenen habe einen Zettel bei sich gehabt, auf dem die Adresse des späteren Opfers und dessen Vermögenswerte gestanden hätten. Nun sei die Polizei um die Sicherheit des Angerufenen und dessen Ersparnisse besorgt und wolle daher zusammenarbeiten, um die Täter zu überführen, erläutert die Polizei.

Im weiteren Gesprächsverlauf gehen die Betrüger geschickt vor und bringen ihre Opfer so dazu, Wertsachen zusammenzutragen und an vereinbarten Orten abzulegen oder zu übergeben. Den Opfern wird eindringlich suggeriert, dass man nur so für die Sicherheit ihres Ersparten sorgen könne und sie die Wertsachen in den kommenden Tagen auf der Polizeistation abholen könnten.

Es sei auch nicht auszuschließen, dass die Kriminellen ihre Opfer anweisen zur Bank zu fahren, um dort Bargeldbeträge abzuheben. Manchmal rufen die Täter sogar ein Taxi für die Betroffenen, wenn diese den Weg nicht mehr zu Fuß bewältigen können.

Sofort den Hörer auflegen und die Polizei anrufen

Die Polizei rät, den Telefonhörer aufzulegen, sobald der Gesprächspartner Geld verlangt. Im Verdachtsfall sollte man sich nicht scheuen, die Polizei beim Verdacht eines Betrugs zu informieren. Die Polizei kann unter den bekannten örtlichen Nummern oder der 110 kontaktiert werden. Es sollten niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen übergeben werden.

Jeder könne zum Opfer werden, warnt die Polizei. Informationen zum Trickbetrug gibt es auf der Internetseite senioren-sind-auf-zack.de  (red/lah)

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