Nach Gespräch mit Sigmar Gabriel steht fest

Michael Roth bleibt Staatsminister für Europa

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Michael Roth bleibt Staatsminister für Europa.

Hersfeld-Rotenburg. Michael Roth bleibt auch unter dem neuen Außenminister Sigmar Gabriel Staatsminister für Europa. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs der beiden SPD-Politiker.

Roths Verbleib im Amt ist keine Selbstverständlichkeit, denn Gabriel hätte auch einen neuen Staatsminister bestimmen können. Am kommenden Freitag werden der bisherige Außenminister Frank-Walter Steinmeier und sein Staatsminister Michael Roth deshalb auch zunächst beide formal aus ihren Ämtern entlassen.

„Das ist so Vorschrift: Wir kommen als Team und gehen als Team“, erklärt Roth. Danach wird Roth dann erneut vom Bundespräsidenten zum Staatsminister ernannt. Roth freut sich auf die Zusammenarbeit mit Sigmar Gabriel, den er lange kennt und schätzt.

Roth will ihm die Einarbeitung ins neue Amt erleichtern. Er verstehe sich als die „Konstante im Auswärtigen Amt“. Sigmar Gabriel müsse viele Bereiche seines Lebens jetzt erstmal neu ordnen, wobei Roth im behilflich sein wolle, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung. Möglicherweise werde er deshalb auch einige neue Aufgaben übernehmen. Strukturell ändere sich aber nichts. „Ich bleibe der Mann für Europa“, stellt Michael Roth klar.

Der Verzicht auf die Kanzlerkandidatur durch Sigmar Gabriel habe Michael Roth überrascht. Für die Partei sei es eine gute Entscheidung, dass nun Martin Schulz Kanzlerkandidat der SPD werden soll. Viele hätten Sigmar Gabriel das Amt als Kanzler nicht zugetraut, weiß Roth, obwohl er diese Einschätzung zum Teil für unfair hält. Nun aber gehe ein spürbares Aufatmen durch die SPD. „Martin Schulz ist innerhalb und außerhalb der Partei ein anerkannter und respektierter Politiker“, sagt Roth. (kai/lad)

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