Neustrukturierung des Klinik-Konzerns

Ministerium unterstützt Klinikum: Grünes Licht für Radikalumbau in Hersfeld-Rotenburg

Wirtschaftlich angeschlagen: Der kommunale Klinikverbund, zu dem auch das Bad Hersfelder Klinikum (
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„Durchbruch bei der Neustrukturierung“: Für die Geschäftsführer ist die Zustimmung aus Wiesbaden „von fundamentalter Bedeutung“ für die Zukunft des Klinik-Konzerns. Beim Radikalumbau sollen auch alle akutmedizinischen Leistungsangebote samt Herzchirurgie vom Rotenburger HKZ nach Bad Hersfeld (Foto) verlagert werden.

Das Hessische Gesundheitsministerium und die Landesverbände der Krankenkassen haben ihre Unterstützung für die Pläne zur Konzentration der Akutmedizin am Standort Bad Hersfeld zugesichert.

Hersfeld-Rotenburg – Das teilt das Klinikum in einer Pressemitteilung mit. Die geplanten Sanierungsmaßnahmen seien dazu geeignet, die Strukturen in der Krankenhausversorgung im Einzugsgebiet des Klinikums Hersfeld-Rotenburg dauerhaft zu verbessern, so der kommunale Klinikverbund.

Außerdem soll der Klinik-Konzern zusätzliche Millionen Euro aus dem Strukturfonds des Krankenhausfinanzierungsgesetzes erhalten. Die Klinik-Geschäftsführer Rolf Weigel und Dr. Tobias Hermann sowie Landrat Dr. Michael Koch hatten seit Juli vergangenen Jahres mit Vertretern des Hessischen Gesundheitsministeriums, des Finanzministeriums und der Krankenkassen in zahlreichen Abstimmungsrunden verhandelt. Dort sei gemeinsam ein Paket geschnürt worden, das das Ziel einer dauerhaften und hochwertigen Gesundheitsversorgung des Landkreises Hersfeld-Rotenburg in kommunaler Trägerschaft sichere.

„Es ist nicht zu hoch gegriffen, wenn ich von einem Durchbruch auf dem Weg der Neustrukturierung spreche“, erklärt Geschäftsführer Rolf Weigel. Die Unterstützung aus Wiesbaden sei für die Zukunft des Klinikums von fundamentaler Bedeutung und zeige, dass „wir auf dem richtigen Weg sind“. Die lange und intensive Vorarbeit aller am Entscheidungsprozess Beteiligten habe sich gelohnt, das Ergebnis könne sich sehen lassen. „Hier hat sich einmal mehr gezeigt, wie wertvoll die gute Vernetzung des Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Koch in Wiesbaden ist.“

Zustimmung zur Verlagerung vom HKZ in Rotenburg nach Bad Hersfeld

In einem Schreiben stelle das Gesundheitsministerium dem Klinik-Konzern in Aussicht, dass die Klinik neben schon bewilligten Fördermitteln noch zusätzliche Millionen Euro aus einem Strukturfonds des Krankenhausfinanzierungsgesetzes erhalten soll. Dieser Fonds ist von der Bundesregierung eigens bereitgestellt worden, um Klinik-Überkapazitäten abzubauen und Standorte ebenso zu konzentrieren wie zu sichern. Grundsätzlich sei man in Wiesbaden bereit, den Förderantrag zu unterstützen und beim Bund Fördermittel für die Neustrukturierung zu beantragen.

„Jetzt können wir, Gesellschafter, Aufsichtsrat und auch die Mitarbeiterschaft des Klinikum Hersfeld-Rotenburg, mit Unterstützung der Krankenkassen und der Landesregierung das gesteckte Ziel der Sicherung bestmöglicher Medizin in öffentlicher Trägerschaft angehen“, so Weigel.

Auch Geschäftsführer Dr. Hermann ist erfreut über die positiven Signale aus dem Gesundheitsministerium. „Es gibt ausdrücklich die Zustimmung dafür, alle akutmedizinischen Leistungsangebote samt Herzchirurgie von Rotenburg nach Bad Hersfeld zu verlagern. Somit ist auch in Zukunft ein breites medizinisches Leistungsangebot des Klinikums Hersfeld-Rotenburg als Krankenhaus der Schwerpunktversorgung gesichert.“

Die Chancen für die Zukunft vor Augen und trotzdem die Risiken und Fallstricke im Blick behalten – dies werde nun die Arbeit der nächsten vier bis fünf Jahre begleiten. Beide Geschäftsführer betonen, dass noch viele Herausforderungen vor den Verantwortlichen liegen würden. „Aber wir sind dankbar und freuen uns, diesen Weg mit Unterstützung der Kostenträger und der Hessischen Landesregierung angehen zu können. Dass unsere Zielplanung, die im Sanierungsgutachten formuliert ist, als förder- und unterstützungsfähig eingestuft worden ist, bedeutet einen Riesenschritt“, so die Geschäftsführer. (Kai A. Struthoff)

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