Drohung stand an der Tafel

Wecker in Deckenverkleidung versteckt: Falscher Bombenalarm während Abiprüfungen

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Die Modellschule Obersberg.

An den Obersberg-Schulen in Bad Hersfeld gab es am Freitag erneut eine Bombendrohung. Sie stand auf einer Schultafel geschrieben. 

Gegen 11 Uhr schauten Zwölftklässler der Modellschule Obersberg einen Film an. Währenddessen stand an der Tafel: "Um 11.45 Uhr geht die Bombe los", das berichtet die Polizei. Die Klasse hielt diesen Satz für einen Scherz und schaute den Film weiter, bis um 11.45 Uhr dann aber ein digitaler Wecker klingelte, der in der Deckenverkleidung versteckt war. Die Schüler informierten die Schulleitung und die wiederum rief um 12.29 Uhr die Polizei.

Nach Auskunft von Polizeisprecher Manfred Knoch wurden sofort entsprechende "polizeiliche Maßnahmen" eingeleitet: Mehrere Streifenwagen und ein Notarztwagen waren schnell vor Ort. Die Drohung entpuppte sich als Fehlalarm, wie auch Schulleiter Karsten Backhaus auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte. Meldungen auf Facebook, wonach die Schule evakuiert wurde, wurden dementiert. Eine Räumung der Schule war laut Polizei nicht nötig. Nur die betroffene Klasse sowie die Nachbarklasse wurden vorsorglich in anderen Räumen untergebracht.

Ob ein Zusammenhang zwischen den heute stattfindenden Abiturprüfungen besteht, ist unklar. Bereits gestern hatte ein falscher Feueralarm die Prüfungen gestört. Es gab fünf "Fakeanrufe" bei der Leitstelle des Landkreises über die Notrufnummer 112, wie die Polizei mitteilt. Unbekannte gaben den Hinweis, es würde an der Schule brennen, was allerdings nicht der Wahrheit entsprach. 

Sowohl die Anrufe als auch die vermeintliche Bombendrohung fanden während der Abiturprüfungen statt. Sollte eine Prüfung abgebrochen werden müssen, müssten die betroffenen Schüler ihre Prüfung wiederholen. Bisher war das aber nicht nötig. 

"Es ist durchaus möglich, dass ein Schüler mit seiner 'Heldentat' im Vorfeld geprahlt hat", heißt es in der Pressemitteilung der Polizei. Sie ermittelt wegen Störung des öffentlichen Friedens und bittet um Hinweise unter Telefon 06621 9320.

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