Showtime in der Stadthalle

Musical-Melodien sorgen für Gänsehaut in Bad Hersfeld

Showtime in der Bad Hersfelder Stadthalle bei der Nacht der Musicals
+
Showtime in der Bad Hersfelder Stadthalle: Das gesamte Ensemble stand zur Begrüßung mit „The greatest show“ auf der Bühne.

Showtime war in der Bad Hersfelder Stadthalle angesagt, als die „ASA Event GmbH“ ihre seit Jahren bewährte und aktualisierte Produktion „Nacht der Musicals“ präsentierte.

Bad Hersfeld - Vier Sänger und Sängerinnen sowie ein achtköpfiges Tanzensemble ließen die Zuschauer in die glitzernde Welt des Theaters eintauchen und ein opulentes Bühnenfeuerwerk erleben. Die Solos, Duette und Ensemblenummern, auch mit der Tanzgruppe zusammen, wirkten dabei nie abgespult oder langatmig. Sie wurden immer intensiv, stark im Ausdruck und mit sehr viel Temperament präsentiert. So kann man das Publikum natürlich begeistern.

Es war mit den Hits aus 15 Musicals, den prächtigen Kostümen und der Licht- und LED-Technik, mit der man sich im schnellen Wechsel im Zirkuszelt, in der Pariser Oper oder unter einem Sternenhimmel befand, ein besonderes Erlebnis. Merle Saskia Krammer schmetterte mit ihrer ausgebildeten Opernstimme beeindruckend die Barcelona-Hymne der Olympischen Spiele als Tribut an Mercury und Caballé. Stimmlich brillant wurde sie dabei von Dale Tracy begleitet, der zudem in seiner Paraderolle als „Phantom“ brillierte. Fünf Jahre lang hatte er die Hauptrolle in diesem Musical in Hamburg gesungen, zuletzt stand er an der San Francisco Opera in „La Traviata“ auf der Bühne.

Krammer und Tracy sorgten mit ihrem „Elisabeth“-Duett für weitere Gänsehaut-Momente. Mit Daniel Tejeda Saenz wurde es verrucht, als er im Mieder und in Netzstrümpfen als „Sweet Transvestite“ aus der „Rocky Horror Show“ dem Publikum seinen Hintern präsentierte. Seine rockige Powerstimme passte auch gut zu den Songs von Queen und Udo Lindenberg. Mit Nienke Van Horen brachte er den Rock’n’Roll aus „Grease“ auf die Bühne. Van Horen rockte „Somebody to love“ und überzeugte mit Elsas Power-Ballade „Let it go“ aus „Die Eiskönigin“.

Am Ende gab es Dankesbekundungen seitens des Ensembles in Richtung Publikum und mit viel Applaus auch umgekehrt. Mit „The show must go on“ verabschiedeten sich die Darsteller fröhlich, und doch wirkte die Stimmung bedrückt angesichts der Corona-Lage und der Zukunft solcher Konzertangebote. (Vera Hettenhausen)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.