Eisenbahner-Gewerkschaft gegen Halt auf "grüner Wiese"

Neue Bahntrasse: GDL schlägt Bahnhof Bebra als Alternative vor

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Die GDL schlägt Bebra als Haltepunkt an der neuen Schnellbahnstrecke vor.

In der Diskussion um eine neue Schnellbahntrasse schlägt die Eisenbahnergewerkschaft GDL den Bahnhof Bebra als Alternative zu einem Halt auf der "grünen Wiese" vor. 

Aktualisiert um 11.29 Uhr -Auch die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) schaltet sich nun in die Diskussion über den Suchraum für die neue Bahntrasse für die Strecke Fulda-Gerstungen ein, die durch den Landkreis Hersfeld-Rotenburg führen soll. Die Ortsgruppe Bebra schlägt einen Verlauf über den dortigen Bahnhof vor.

Bisher waren bei einem Halt für den Fernverkehr vor allem der Bahnhof in Bad Hersfeld sowie ein neuer ICE-Halt zwischen Friedlos und Reilos im Gespräch. Die GDL hat über das sogenannte Beteiligungsforum den Antrag gestellt, den Suchraum für die beste Streckenvariante nach Norden zu erweitern.

„Bebra ist eine Alternative, wenn die Haltestelle in Bad Hersfeld nichts wird“, sagt der Vorsitzende der GDL-Ortsgruppe, Thomas Mühlhausen. Der Bahnhof biete mit den Bahnsteigen an den Gleisen neun und zehn bereits die für den Fernverkehr nötige Einstiegshöhe von 72 Zentimetern. Zudem sei er ein Knotenpunkt für den Personennahverkehr. Die durch die neue Trasse gewünschte Fahrzeit von 62 Minuten zwischen Fulda und Erfurt für Schnellzüge sei umsetzbar.

Ein möglicher Verlauf könnte die bestehende Schnellfahrtstrecke Kassel-Fulda auf Höhe des Neuensteiner Ortsteils Mühlbach verlassen und von dort im Tunnel in Richtung Ersrode, durch das Rohrbachtal und unter dem Stock hindurch zur Rotenburger Alheimer-Kaserne führen. Bei Lispenhausen ginge es mit einer Brücke über das Fuldatal und auf der Strecke Kassel-Gunterhausen weiter bis Bebra. So werde auch der Abschnitt Fulda-Bad Hersfeld-Erfurt entlastet. Fiele die Entscheidung auf einen Halt „auf der grünen Wiese“, müsse bei Mecklar, Friedlos und Bad Hersfeld viergleisig ausgebaut werden. „Besonders Friedlos ist ein Nadelöhr“, sagt Mühlhausen.

Von der Bahn hieß es auf Nachfrage lediglich, man nehme jeden Vorschlag aus der Region auf und bewerte ihn mit dem Beteiligungsforum. „Nach derzeitigem Stand werden wir gegen Ende des Jahres erste Grobkorridore vorstellen“, so ein Bahnsprecher.

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