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Neues Beratungsangebot für Menschen mit Behinderungen

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Beraten Menschen mit Beeinträchtigungen: Gabi Melchiors-Leskopf (links) und Ilke Desch von der EUBT-Beratungsstelle Fulda, die jeden Monat einen Sprechtag in Bad Hersfeld in den Räumen der Brücke in der Johannesstraße anbietet. EUBT steht für Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung. 

Bad Hersfeld/Bebra – Menschen mit Behinderungen oder Beeinträchtigungen sollen genauso am  Leben teilhaben, wie alle anderen auch.

Das ist der Gedanke, der hinter dem im Jahr 2016 verabschiedeten Bundesteilhabegesetz steht. Um dazu beizutragen gibt es jetzt ein neues Beratungsangebot in Bad Hersfeld und Bebra.

Gleich der erste Beratungstermin in Bad Hersfeld sei gut besucht gewesen, freuen sich Gabi Melchiors-Leskopf und Ilke Desch von der EUBT-Beratungsstelle in Fulda. Einmal im Monat, möglichst am zweiten Mittwoch, bieten sie jetzt „ergänzende unabhängige Teilhabeberatung“ in Bad Hersfeld an. Dafür sind sie zu Gast in den neuen Räumen der Brücke in der Johannesstraße.

Ebenfalls einmal im Monat wird es auch ein Beratungsangebot in Bebra geben, das dann im Rathaus angesiedelt ist. Für die Beratungen sollte man im Vorfeld einen Termin vereinbaren.

„Ein Teil unserer Aufgabe ist es, Informationen über all die Hilfen, die es gibt, weiterzugeben“, erklärt Gabi Melchiors-Leskopf. Sie und ihre Kolleginnen Ilke Desch und Lea Widmer haben nicht nur Ausbildungen im Sozialbereich, sondern zudem eine umfangreiche Schulung vor Beginn ihrer Beratertätigkeit absolviert. Mit regelmäßigen Weiterbildungen halten sie sich auf dem Laufenden. Sie wissen, wie Anträge bei den Krankenkassen gestellt werden müssen und dass man sich von ablehnenden Entscheiden nicht entmutigen lassen darf. Sie informieren ihre Gesprächspartner über ihre Rechte und helfen ihnen, die oft komplexe Problemlage zu strukturieren, also zum Beispiel zu klären, welche Dinge zuerst erledigt werden müssen, weil sie Voraussetzung für weitere Anträge sind.

Dabei geht es den Beraterinnen um Hilfe zur Selbsthilfe: „Wir erklären die Antragsformulare, füllen sie aber in der Regel nicht selbst aus“, sagt Ilke Desch und ihre Kollegin ergänzt. „Jeder Sachbearbeiter ist verpflichtet, Menschen zu beraten und ihnen zu helfen, den Antrag auszufüllen.“

Die Beraterinnen weisen zudem auf Selbsthilfegruppen oder Angebote verschiedener Organisationen hin. „Wir nehmen niemandem etwas weg“, betont Gabi Melchiors-Leskopf mit Blick auf immer wieder einmal gehörte Kritik anderer Hilfeanbieter. Ihre Aufgabe verstehen die unabhängigen Teilhabeberaterinnen auch als niedrigschwelliges Erstangebot, zum Beispiel für diejenigen, die plötzlich mit einer Krankheit oder Behinderung konfrontiert sind und erst mal gar nicht wissen, an wen sie sich wenden sollen. „Wir können aufzeigen, welcher Weg gegangen werden könnte“, sagt Ilke Desch. Die Entscheidung, ihn zu gehen, treffe dann jeder selbst.

Manchmal müssen die Beraterinnen aber auch bremsen, wenn etwa jemand mit unrealistischen Erwartungen zu ihnen kommt. „Eine Delfintherapie können auch wir nicht ermöglichen“, sagt Gabi Melchiors-Leskopf. 

Kontakt: EUBT Beratungsstelle Fulda und Hersfeld-Rotenburg, Kothenbachweg 4, 36041 Fulda,  0661 /96090810, E-Mail: fulda@bsbh-teilhabeberatung.org,Internet: www.teilhabeberatung.de. Die Beratungsstelle ist ein Angebot des Blinden- und Sehbehindertenbundes Hessen.

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