Niedrige Strafe: Rotenburger mit 200 Gramm Marihuana erwischt

Bad Hersfeld. Ein Jahr Haft auf Bewährung und achtzig Stunden gemeinnützige Arbeit: So lautete jetzt das Urteil für einen 25-jährigen Mann aus Rotenburg.

Ihm wurde vorgeworfen, eine nicht geringe Menge an Drogen besessen zu haben.

Eine Ruhestörung führte im vergangenem Jahr zu einer richterlich angeordneten Hausdurchsuchung in der Wohnung des Angeklagten. Dort fanden die Beamten rund 200 Gramm Marihuana sowie Zubehör, das für den Cannabisanbau genutzt wird. Laut Staatsanwalt Greyer dienten die Drogen aber nur zum Eigenkonsum.

„Der Angeklagte hat die Wirkung des Rauschgifts einfach unterschätzt“, begründete der vorsitzende Richter Michael Krusche die Bewährungsstrafe. „Die Sozialprognose ist aber günstig. Er kann auf dem Weg unterstützt werden.“ Trotz einer abgeschlossenen Ausbildung sei der Rotenburger ein Jahr arbeitslos gewesen, zusammen mit dem Drogenkonsum führte das zu einer Art Verwahrlosung.

Da der junge Mann zudem geständig sei, reiche der untere Strafrahmen aus. Um dem Angeklagten bei der Entwöhnung zu helfen, sehen die Bewährungsauflagen zusätzlich eine Drogenberatung und einen Drogentest vor. Bis zu diesem lässt ihm Richter Krusche aber noch etwas Zeit: „Dann werden wir sehen, ob er die Sache ernst nimmt oder nicht.“ Die Bewährung ist auf drei Jahre angesetzt. (meb)

Rubriklistenbild: © dpa

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