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Parken auf dem Hersfelder Marktplatz soll ab 18 Uhr kostenfrei bleiben

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Von: Nadine Meier-Maaz

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Parkautomat am Marktplatz
Das Parken auf dem Marktplatz soll ab 18 Uhr kostenfrei sein, mit Ausnahme der Festspiel-Saison. © Nadine Maaz/Archiv

Im Hersfelder Haupt- und Finanzausschuss wurde über veränderte Parkgebühren diskutiert, unter anderem auf dem Marktplatz und an der Knottengasse.

Bad Hersfeld – Diskussionsbedarf gab es am Donnerstagabend im Haupt- und Finanzausschuss der Bad Hersfelder Stadtverordnetenversammlung mit Blick auf die von der Verwaltung zum 1. Mai 2022 geplante Neufassung der Parkgebührenordnung.

Vor allem der Vorschlag, die gebührenpflichtige Parkzeit auf dem Marktplatz ganzjährig bis 21 Uhr auszuweiten, stieß fraktionsübergreifend auf Kritik. „Das wäre zum Nachteil der Gastronomen“, befürchtete Jürgen Richter (FWG), der als Erster das Wort ergriff und ankündigte, dass seine Fraktion diese Änderung nicht mittragen werde.

Ähnlich äußerten sich Bernd Böhle (FDP) und Hans-Jürgen Schülbe (UBH), auch sie sehen darin einen Nachteil für die innerstädtische Gastronomie. Karsten Vollmar (SPD) schloss sich an.

Lediglich Andrea Zietz (Grüne) wand ein, dass mit den zeitweise bereits in der Vergangenheit vorgesehenen Gebühren bis 21 Uhr in erster Linie der „doppelte Verkehr“ auf dem Premiumparkplatz vermieden werden solle, wie er auch bei den Festspielen 2021 wieder zu beobachten gewesen sei, obwohl die Stiftsruine anfangs nur zur Hälfte belegt war.

Zudem gebe es bei dieser Lösung in der Umgebung ja auch weiterhin noch andere Parkplätze, auf denen nur bis 18 Uhr gezahlt werden müsse. Dieses Argument wollte Böhle jedoch nicht gelten lassen, denn dann verlagere sich der Zu-viel-Verkehr schlicht in diese Straßen. Bürgermeister Thomas Fehling erinnerte ebenfalls an die Idee des „Premiumparkens“ und das Ansinnen, den Festspielverkehr am Markt zu reduzieren.

Wenn es von der Stadtpolitik anders gewünscht sei, sei man aber „leidenschaftslos“ und würde dem selbstverständlich nachkommen, auch wenn dies mit Kosten für die Umprogrammierung der Automaten und neue Beschilderung verbunden sei. Grundsätzlich sei die Intention der Neufassung – in der die gebührenpflichtigen Parkräume in vier verschiedene Zonen aufgeteilt werden – eine Vereinheitlichung im Sinne der Bürger und der Verwaltung, betonte Fehling.

Dabei seien dann aber nun mal auch Kompromisse und Abwägungen zu treffen. Letztlich einigten sich die Fraktionen auf einen gemeinsamen Änderungsantrag und einen Kompromissvorschlag: Nur während der Festspielsaison von Juni bis August sollen auf dem Markt bis 21 Uhr Gebühren erhoben werden, ansonsten gilt montags bis samstags bis 18 Uhr.

Des Weiteren sprachen sich die Ausschussmitglieder für den Beibehalt der Tagespauschale in Höhe von zwei Euro an der Knottengasse aus. Diese sollte laut Vorlage auf fünf Euro erhöht werden und aufgrund der neuen Parkzonen dann auch in der Vitalisstraße und der Wittastraße gelten. Laut Vollmar hätten aber gerade an der Knottengasse viele Menschen geparkt, die in der Innenstadt arbeiten, vor allem aus dem Dienstleistungssektor.

Diesen sei die Erhöhung nicht zuzumuten, wobei der Parkplatz, seit dort überhaupt bezahlt werden müsse, deutlich leerer sei als früher, was wiederum zu mehr Fahrzeugen in anderen Straßen führe. Bleiben und moderat erhöht werden sollen die Gebühren im Übrigen am Seilerweg beim Klinikum. Eine zwischenzeitlich vorgesehene Verpachtung an das Klinikum sei nicht zustande gekommen.

Erneuert werden müssen dort allerdings die Automaten und auch eine grundhafte Sanierung des DRK-Parkplatzes ist angedacht. Die Kosten (80 000 Euro) sollen durch die Gebührenerhöhung und wieder mehr Besucher bei nachlassender Pandemielage sowie nach der Erweiterung des Klinikums ausgeglichen werden.

(Nadine Meier-Maaz)

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