Bremsscheiben und Stoßdämpfer waren ebenfalls defekt

Polizei stoppt überladenen Sattelzug in Bad Hersfeld

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Diesen mit "Big Bags" beladenen Lkw stoppte die Autobahnpolizei in Bad Hersfeld.

Bad Hersfeld. Einen gefährlichen Sattelzug hat die Autobahnpolizei am Mittwoch gegen 13.30 Uhr auf der A 4 aus dem Verkehr gezogen. Einer Funkstreife war der polnische Sattelzug aufgefallen, dessen Ladung deutlich die Plane des Aufliegers ausbeulte.

Die Ursache dafür war bei der anschließenden Kontrolle auf dem Aral-Autohof in Bad Hersfeld schnell gefunden: Die 24 Tonnen schwere Fracht, bestehend aus insgesamt 41 „Big Bags“, stand teilweise ungesichert auf der Ladefläche. „Big Bags“ sind große Kunststoffsäcke, die zum Transport von Schüttgut, wie Salzen oder Düngemitteln, verwendet werden. Einige dieser „Big Bags“ hatten sich während der Fahrt verschoben und drückten heftig gegen die seitlichen Einstecklatten. Dabei stand eine dieser Holzlatten so unter Spannung, dass sie beim Öffnen der Plane aus der Halterung geschnellt wäre und den Fahrer hätte schwer verletzten können.

Die Beladungssituation stellte aber auch für andere Verkehrsteilnehmer eine erhebliche Gefahr dar: Bei weiteren Fahrmanövern hätte die Fracht irgendwann von der Ladefläche rutschen und auf die Fahrbahn fallen können.

Weiterhin waren eine Bremsscheibe an der Vorderachse durchgerissen und die Stoßdämpfer des Anhängers teilweise ausgeschlagen und lose. Die Beamten der Bad Hersfelder Autobahnpolizei untersagtenbis zur Umladung der Fracht sowie Reparatur des Sattelzuges die Weiterfahrt. „Auf das Transportunternehmen kommt nun ein Verfahren im Rahmen der sogenannten Gewinnabschöpfung zu“, erklärt Jürgen Gleitsmann, Chef der Sonderdienste. „Das bedeutet, das Unternehmen muss die Mehreinnahmen, die es mit dem beanstandeten Transport erzielt hätte, an die Staatskasse entrichten.“ Noch an Ort und Stelle hielten die Beamten außerdem 1500 Euro zur Sicherung des im Raum stehenden Ordnungswidrigkeitenverfahrens ein. (red/nm)

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