"Polizeiarbeit ist Vertrauen"

Kriminaloberrat Rainer Neusüß ist neuer Leiter der Polizeidirektion in Bad Hersfeld

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Wechsel an der Spitze der Polizeidirektion in Bad Hersfeld: Kriminaloberrat Rainer Neusüß (links) löst Kriminaldirektor Klaus Wittich (rechts) ab, der als Leiter des Abteilungsstabs ins Polizeipräsidium nach Fulda wechselt. An der offiziellen Abschieds- und Vorstellungsfeier in der Polizeidirektion nahmen auch Neusüß’ Lebensgefährtin Elke Girbrach (Zweite von links), Wittichs Ehefau Sabine (Zweite von Rechts) sowie der Fuldaer Polizeipräsident Alfons G. Hoff (Mitte) teil.

Bad Hersfeld. Seine kripolastige Sozialisation sieht der 47 Jahre alte Kriminaloberrat Rainer Neusüß keinesfalls als Nachteil. Vielmehr versteht er seinen neuen Job als Leiter der Polizeidirektion in Bad Hersfeld als eine besondere Herausforderung.

Dort sind sowohl die schutzpolizeilichen als auch die kriminalpolizeilichen Bereiche organisatorisch vereint. „Und dieses vereint meine ich wörtlich. Global denken und vernetzt handeln sind unabdingbare Voraussetzung für eine bestmögliche Aufgabenerledigung“, sagte Neusüß während seiner Antrittsrede.

Als Chef möchte er in Zukunft nicht nur auf Leistung und das Erreichen von Zielen alleine schauen. Genauso wichtig sei es dafür zu sorgen, dass ein gutes Arbeitsklima vorherrsche. Als Schlagwort nannte Neusüß sogleich das Vertrauen. „Ich bin mir sicher, dass wir das Grundvertrauen , welches meine Amtsvorgänger im Laufe der Zeit aufbauen und gewinnen konnten, unter meiner Führung weiter ausbauen werden.“

Dieses Vertrauen benötige der neue Direktionsleiter auf jeden Fall. Das wurde in der Rede von Polizeipräsident Alfons G. Hoff deutlich: „Eine Polizeidirektion zu leiten ist eine schwierige Aufgabe. Der Polizeiberuf war immer schwer. Heute ist alles aber noch komplexer und intensiver geworden.“ Dabei spielte Hoff auf Delikte im Internet, beim Zahlungsverkehr und bei der Dokumentenfälschung an. Besonders gefordert seien die Sicherheitskräfte aber auch bei der neuen Stufe des Terrorismus durch den selbsternannten Islamischen Staat (IS) und den nicht zuletzt dadurch immer größer werdenden Flüchtlingsstrom nach Deutschland hinein. Mit dem Erstaufnahmelager in Rotenburg komme auch auf die Polizei einiges zu.

Vieles hat sich verändert

Europa habe sich in vielerlei Hinsicht verändert. Bei der Polizeiarbeit sein ein hohes Maß an Fach- und Führungswissen notwendig, um die Bediensteten zu motivieren.

Hoff wünschte Neusüß ein glückliches Händchen, so wie es sein Vorgänger, Kriminaldirektor Klaus Wittich, immer wieder bewiesen habe. „Sie haben ihre Aufgaben immer vorbildlich und mit viel Fingerspitzengefühl erledigt.“

Klaus Wittich möchte auch an seiner neuen Wirkungsstätte als Leiter des Abteilungsstabs im Fuldaer Polizeipräsidium immer das Wohl der Mitarbeiter im Auge haben. Mit dem Wechsel zu Polizeidirektion im Jahre 2010 sei für den Bebraner bereits ein Traum in Erfüllung gegangen. „Aber es gibt tolle Aufgaben, die auch der eigenen Weiterentwicklung dienen“, erklärte Wittich.

Die neue Tätigkeit in Fulda sei für ihn ein solches Beispiel. „Der Beruf macht mir seit 40 Jahren jeden Tag aufs Neue Spaß.“ Zum Abschied mochte es Wittich nicht versäumen, seiner ehemaligen Mannschaft in Bad Hersfeld und Rotenburg zu danken: „Wir haben tolle Mitarbeiter hier, die gehegt und gepflegt werden müssen. Es war eine sehr angenehme Zeit in Bad Hersfeld.“

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