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Post-Neubau in Bad Hersfeld soll Zustell-Abläufe optimieren

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Postsprecher Thomas Kutsch (links) und der Immobilien-Verantwortliche Mark Weiß in der neuen Halle des Verteilzentrums an der Konrad-Zuse-Straße in Bad Hersfeld.
Die ersten Pakete sind schon da: Postsprecher Thomas Kutsch (links) und der Immobilien-Verantwortliche Mark Weiß in der neuen Halle des Verteilzentrums an der Konrad-Zuse-Straße in Bad Hersfeld. © Struthoff, Kai A.

Die Deutsche Post baut in Bad Hersfeld an der Konrad-Zuse-Straße ein neues Postverteilzentrum. Dafür wird ein mittlerer einstelliger Millionenbetrag investiert.

Bad Hersfeld – Von dem neuen Gebäude aus werden Briefe und Pakete an die kleineren Zustellstützpunkte in der Region weitergeleitet. Für die rund 1700 Quadratmeter große Halle und ein knapp 300 Quadratmeter großes Nebengebäude mit Büros und den Postfächern wird ein mittlerer einstelliger Millionenbetrag investiert, erklärt Postsprecher Thomas Kutsch.

„Wir setzen mit diesem Neubau ein deutliches Zeichen, dass die Deutsche Post auch weiterhin hier in der Region Bad Hersfeld präsent bleiben wird“, betont Kutsch. Bei dem Neubau würden zudem hohe Anforderungen an den Klimaschutz gestellt. So verfüge das Gebäude über eine Fotovoltaikanlage, eine Luftwärmepumpe zum Heizen und Kühlen, sowie über 50 Ladestationen für E-Autos und -Fahrräder, die zunehmend die herkömmlichen Zustellfahrzeuge ablösen, berichtet Mark Weiß, der für die Post-Immobilien in Niederlassung Kassel zuständig ist und den Bau überwacht.

CO2-Emissionen trotz steigender Paketmengen senken

Vor dem Hintergrund der Energiekrise investiere die Deutsche Post und DHL bundesweit rund sieben Milliarden Euro in klimaneutrale Logistik, um zukünftig CO2-Emissionen trotz steigender Paketmengen zu senken, erläutert Kutsch. Dieses Geld werde in alternative Kraftstoffe für den Luftverkehr, in den Ausbau der emissionsfreien E-Fahrzeug-Flotte und in klimaneutrale Gebäude, so wie in Bad Hersfeld eingesetzt.

Bis Ende Oktober soll das neue Gebäude fertiggestellt sein, danach erfolge der Einbau der notwendigen Datentechnik. Der Einzug werde schrittweise erfolgen, sodass bis zum Frühjahr das neue Verteilzentrum voll einsatzbereit sei.

Durch optimierte Arbeitsabläufe könnte es zu einer früheren Zustellung kommen

Der Neubau ist der Ersatz für das Verteilzentrum in der Bad Hersfelder Hainstraße, dass in die Jahre gekommen war. In dem neuen Gebäude sollen sich auch die Arbeitsabläufe der Zustellkräfte verbessern, weil sie nicht mehr auf mehren Etagen unterwegs sein müssen, wie an der Hainstraße. Im Neubau sei künftig mehr Platz in der Paketverteilung, und es gebe eine bessere Beladung der Fahrzeuge. „Dadurch könnte es zu einer etwas früheren Zustellung kommen“, hofft Postsprecher Kutsch.

Er reagiert damit auf viele Beschwerden über zu späte Postzustellung. „Wir tun alles dafür, die Verzögerungen auf ein Minimum zu begrenzen und die gewohnte Qualität wieder sicherzustellen“, versichert der Sprecher. (Kai A. Struthoff)

Ein breites Netzwerk in ganz Nordhessen

Im Bereich der Niederlassung Kassel gibt es neben Bad Hersfeld noch sieben weitere Haupt-Verteilzentren und 100 kleinere Zustellpunkte mit insgesamt 4800 Mitarbeitern, im Kreisgebiet sind es 167. Im Niederlassungsbereich gibt es 1597 Zustellbezirke, wovon 53 zu Fuß, 154 mit dem Rad, 1352 mit Kraftfahrzeugen und 38 mit Paket-Diensten beliefert werden. Derzeit gebe es insgesamt 35 Bau-Projekte, um moderne und klimafreundlichere Strukturen zu schaffen.

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